Dollar erholt sich, während US-Zinserwartungen die Energiepreise als Haupttreiber ablösen
Der US-Dollar-Index machte am Montag sämtliche zwischenzeitlichen Verluste wett und schloss 0,05 % höher bei 101,52. Wichtigster Treiber der US-Währung blieben die Zinserwartungen in den Vereinigten Staaten. Daneben richten sich die Blicke auf die hohen Energiepreise, die geopolitischen Entwicklungen rund um Iran, die bevorstehende Entscheidung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) und den Verbrauchervertrauensindex des US-Conference Board für Juli.
Aktuelle Entwicklungen am Devisenmarkt
Dollar erholt sich bei weiterhin hohen US-Anleiherenditen
Der US-Dollar-Index vollzog am Montag eine ausgeprägte V-förmige Wende. Er holte seine vorherigen Verluste vollständig auf und beendete den Handel 0,05 % höher bei 101,52. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen schloss bei 4,652 %, während die geldpolitisch besonders relevante zweijährige Rendite bei 4,331 % lag.
Veränderungen der US-Zinserwartungen, insbesondere am kurzen Ende der Renditekurve von US-Staatsanleihen, weisen weiterhin eine starke positive Korrelation mit dem Dollarindex auf. Dagegen hat sich der Zusammenhang zwischen dem Dollar und den Energiepreisen deutlich abgeschwächt, nachdem die Ölpreise zu Beginn des Krieges unter Beteiligung Irans eine wichtige Rolle gespielt hatten.
Zinsswaps preisen bis Mitte kommenden Jahres derzeit mehr als zwei Zinserhöhungen der Fed um jeweils 25 Basispunkte ein. Eine Erhöhung im September ist vollständig eingepreist. Zugleich veranschlagen die Märkte für eine kumulierte Anhebung um 50 Basispunkte bis zum Jahresende eine implizite Wahrscheinlichkeit von 38,3 %. Diese Erwartungen bestehen trotz des öffentlichen Drucks von Präsident Donald Trump auf die Fed und seiner Aussage fort, die Vereinigten Staaten sollten die niedrigsten Zinsen der Welt haben.
Trump sagte außerdem, er glaube, Warsh werde das Richtige tun, und er wisse, was Warsh wolle. Für die Märkte ist entscheidend, ob Warsh an seinem restriktiven Kurs festhält, falls die Aktienmärkte zu schwächeln beginnen. Eine weiterhin restriktive Botschaft könnte den Dollar stützen. Sie könnte jedoch auch vor der am folgenden Tag anstehenden Entscheidung der Bank of Japan (BoJ) zusätzlichen Druck erzeugen und das Risiko einer japanischen Devisenmarktintervention erhöhen, falls USD/JPY in Richtung 165 steigt.
Euro bleibt eng an die allgemeine Dollarentwicklung gekoppelt
Der Euro wurde weiterhin weitgehend als Gegenbewegung zum breiten Dollartrend gehandelt. Seine Korrelation mit der US-Währung war in den vergangenen Monaten ungewöhnlich eng und stärker als bei anderen G10-Währungen gegenüber dem Dollar. Ein Grund dafür ist, dass Konjunkturdaten und Geldpolitik im Euroraum vergleichsweise wenig eigenständige Volatilität ausgelöst haben.
Die Umsetzung der deutschen Fiskalpolitik schreitet stetig voran. Der erwartete Wachstumsimpuls für den gesamten Euroraum wurde jedoch vom globalen Energieschock überschattet. Auch die europäischen Erdgaspreise reagierten auf die jüngsten Störungen am Energiemarkt stärker als im März und April.
Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) wurde im Allgemeinen frühzeitig und klar kommuniziert. Dazu zählen die Erwartungen, dass die Zinsen bei der Sitzung in dieser Woche unverändert bleiben, sowie die weithin erwartete und bereits in den Marktpreisen berücksichtigte Zinserhöhung im September. Die derzeit eingepreisten Straffungserwartungen für die EZB übersteigen das Basisszenario der Ökonomen von Goldman Sachs, das eine letzte Erhöhung im September vorsieht. Eine ähnliche Preisbildung zeigt sich allerdings an den meisten G10-Märkten.
Der Euro bleibt gegenüber zwei übergeordneten globalen Trends anfällig: dem Terms-of-Trade-Schock und der relativen Stärke höher verzinster gegenüber niedriger verzinsten Währungen. Diese Faktoren könnten EUR/USD in den kommenden Monaten weiter belasten und die Nutzung des Euro als Finanzierungswährung für Carry-Trades begünstigen.
Yen steht kurzfristig unter Druck und birgt Interventionsrisiken
Die kurzfristigen Aussichten für den Yen bleiben ungünstig. Die Erwartung, dass die Fed auf eine sofortige Zinserhöhung verzichtet, und die positive Risikostimmung gelten als Faktoren, die USD/JPY weiter nach oben treiben könnten. Japanische Fiskalrisiken könnten ebenfalls auf japanischen Staatsanleihen und dem Yen lasten. Dies gilt insbesondere, falls die Regierung noch vor Anfang August eine Senkung der Verbrauchsteuer im Rahmen einer kurzfristig lockereren und weniger eingeschränkten Fiskalpolitik vorantreibt.
Dennoch bleiben Anleger wegen des Risikos einer Auflösung von Carry-Trades wachsam. Devisenmarktinterventionen können spekulative Positionen erheblich reduzieren. Frühere Yen-Kaufmaßnahmen hatten jedoch meist nur vorübergehende Auswirkungen, wenn der übergeordnete makroökonomische Trend in die entgegengesetzte Richtung wies.
Maßnahmen, die Kapital erfolgreich zur Rückkehr nach Japan bewegen, könnten einen glaubwürdigeren und nachhaltigeren Ansatz bieten. Sie könnten die starke Unterbewertung des Yen schrittweise korrigieren, insbesondere falls sich die US-Konjunkturaussichten eintrüben. Die japanische Regierung scheint der Einführung einer solchen Politik näher zu sein als zuvor erwartet, auch wenn der Prozess langsam und diskret beginnen könnte.
Sollten die Kapitalströme erste Anzeichen einer Umschichtung von Vermögenswerten erkennen lassen, könnten längerfristige Positionen in eine Abwicklungsphase eintreten, die während der Volatilität im August 2024 weitgehend ausblieb. Ein schnellerer und ungeordneterer Rückgang des Yen würde das Interventionsrisiko weiter erhöhen. Er könnte die japanische Regierung zudem zu einem glaubwürdigeren Ansatz veranlassen, der die längerfristige Richtung der Währung beeinflussen kann.
Geopolitische Entwicklungen und bevorstehende Ereignisse
Trump erklärte, er verfüge über ausreichend Geduld, um ein neues Abkommen mit Iran zu erreichen, und die Verhandlungen liefen bereits. Das Zeitfenster für Gespräche sei jedoch begrenzt. Sollten die Verhandlungen scheitern, würden die militärischen Maßnahmen wieder aufgenommen. Laut Trump wurden die Angriffe auf Iran ausgesetzt, nachdem vermittelnde Staaten um eine weitere Gelegenheit für Verhandlungen gebeten hatten. Er gehe davon aus, dass Iran an einer Einigung interessiert sei.
Iran erklärte, seine Gespräche mit Oman über die Straße von Hormus hätten keinen Bezug zu den Vereinigten Staaten. Zugleich wies das Land zurück, um eine Wiederaufnahme der Verhandlungen mit Washington gebeten zu haben. Die Huthi erklärten, sie hätten saudische Infrastruktur für den Transport von Rohöl angegriffen. Saudi-Arabien teilte unterdessen mit, eine aus irakischem Gebiet gestartete Drohne abgefangen und zerstört zu haben.
Die Märkte beobachten weiterhin die Entwicklungen rund um die Vereinigten Staaten, Israel und Iran. Ein Treffen zwischen dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu und Trump steht noch aus. Der Verbrauchervertrauensindex des US-Conference Board für Juli soll um 16:00 Uhr deutscher Zeit (14:00 UTC) veröffentlicht werden.
Devisenausblick: Einschätzungen internationaler Marktteilnehmer
Dieser Abschnitt fasst die wichtigsten Einschätzungen internationaler Finanzinstitute und Marktteilnehmer zum Devisenmarkt zusammen. Die jeweiligen Aussagen wurden vom RYOEX-Research-Team auf Grundlage öffentlich zugänglicher Informationen zusammengefasst und strukturiert. Die Nennung eines Instituts oder einer Person bedeutet nicht, dass RYOEX diese oder deren Einschätzung unterstützt.
Goldman Sachs | Dollarentwicklung könnte zwischen den G10-Währungen auseinanderlaufen
Goldman Sachs erklärte, die vergleichsweise moderate Reaktion des Dollars auf den Energieschock spiegele sowohl seine stärkere Ausgangsposition als auch die gegenüber März schwächere Nachfrage nach sicheren Anlagen wider. Bleiben die Ölpreise hoch, dürfte die bevorstehende Fed-Entscheidung nach Einschätzung des Instituts nur begrenzte Auswirkungen auf die kumulierte Einpreisung von Zinsänderungen haben, obwohl die Märkte eine Zinserhöhung in der kommenden Woche für durchaus möglich halten. Entsprechend könnte auch die Reaktion des Dollars begrenzt bleiben.
Auf mittlere Sicht erwarten die Ökonomen von Goldman Sachs, dass die Fed ihre Zinsen bis zum Jahresende unverändert lässt. Dies würde dem Dollar gegenüber anderen G10-Währungen einen moderaten, aber beherrschbaren Gegenwind bescheren. Carry-Erträge, Terms of Trade und die damit verbundenen relativen Renditeaussichten bleiben entscheidend für das Basisszenario, wonach sich der Dollar in den kommenden Monaten je nach Vergleichswährung unterschiedlich entwickeln wird.
Goldman Sachs erwartet, dass der Euro eng an die allgemeine Dollarentwicklung gekoppelt bleibt. Der Druck auf die Terms of Trade und der relative Vorteil höher verzinster Währungen könnten EUR/USD weiter belasten und über den Euro finanzierte Carry-Trades unterstützen. Die Schwelle, ab der von der EZB ausgelöste Veränderungen der Zinsdifferenzen den Euro wesentlich beeinflussen würden, bleibe hoch.
Beim Yen sieht Goldman Sachs anhaltenden kurzfristigen Druck, verweist jedoch auf das Risiko von Interventionen und einer Auflösung von Carry-Trades. Maßnahmen zur Förderung der Kapitalrückführung könnten sich als glaubwürdiger und nachhaltiger erweisen als direkte Yen-Käufe, insbesondere falls sich die US-Konjunkturaussichten abschwächen.
David Scutt | Eine Fed-Zinserhöhung könnte eine breitere Neubewertung auslösen
Marktanalyst David Scutt erklärte, historische Erfahrungen könnten Hinweise darauf geben, wo die stärkste Anpassung stattfinden würde, falls die Märkte das Risiko einer Zinserhöhung in dieser Woche unterschätzt haben. Veränderungen der US-Zinserwartungen, insbesondere am kurzen Ende der Renditekurve von US-Staatsanleihen, zeigten in den vergangenen Wochen eine starke positive Korrelation mit dem Dollarindex. Obwohl sich Korrelationen im Zeitverlauf verändern, blieb das zentrale Muster bestehen: Eine restriktivere Einpreisung der Fed-Politik fiel im Allgemeinen mit einem stärkeren Dollar zusammen.
Seit der Sitzung des Offenmarktausschusses der Fed (FOMC) im Juni haben die Märkte bereits eine erhebliche Anpassung in Richtung einer restriktiveren Geldpolitik vollzogen. Zinsswaps preisen bis Mitte kommenden Jahres nun mehr als zwei Erhöhungen um jeweils 25 Basispunkte ein, darunter eine vollständig eingepreiste Zinserhöhung im September.
Sollte die Fed ihre Zinsen in dieser Woche anheben, könnte die Anpassung laut Scutt über die Einpreisung eines einzelnen Schritts um 25 Basispunkte hinausgehen. Anleger könnten gezwungen sein, die Reaktionsfunktion der Fed und den künftigen Leitzinspfad neu zu bewerten. Die Märkte könnten zudem von der Annahme abrücken, dass die Fed nur bei Sitzungen mit vierteljährlichen Konjunkturprognosen handelt. Stattdessen könnten sie zu dem Schluss kommen, dass eine Straffung immer dann möglich ist, wenn der Ausschuss sie für erforderlich hält.
Ein solcher Wandel könnte am kurzen Ende der Renditekurve von US-Staatsanleihen eine deutliche Neubewertung und eine weitere Dollar-Rally auslösen. Scutt wies außerdem darauf hin, dass die US-Zinserwartungen die Energiepreise in den vergangenen Monaten als dominierenden Einflussfaktor für den Dollar verdrängt haben.
Capital Economics | Geldpolitische Pfade auf beiden Seiten des Atlantiks könnten auseinanderlaufen
Neil Shearing von Capital Economics erklärte, die Märkte preisten für die Fed, die Bank of England (BoE) und die EZB bis Mitte 2027 jeweils eine geldpolitische Straffung von etwas mehr als 50 Basispunkten ein. Ihre geldpolitischen Pfade könnten jedoch bis zum kommenden Jahr auseinanderlaufen, falls der Krieg unter Beteiligung Irans endet und die Energiepreise fallen. In diesem Fall könnten die inländischen wirtschaftlichen Fundamentaldaten wieder größeren Einfluss auf die Geldpolitik gewinnen.
In einem solchen Szenario wäre der zugrunde liegende Inflationsdruck im Vereinigten Königreich und im Euroraum schwächer, während die US-Fiskalpolitik vergleichsweise locker bliebe. Shearing zufolge seien die Markterwartungen hinsichtlich einer Straffung durch die EZB und die BoE daher zunehmend schwer zu begründen. Im Vergleich dazu könnte die Fed ihre Straffung in naher Zukunft wieder aufnehmen und damit die Aussicht auf eine geldpolitische Divergenz über den Atlantik hinweg verstärken.
James Stanley | Fed-Kommunikation entscheidet über die nächste Dollarbewegung
Analyst James Stanley erklärte, der Euro müsse sich an einer Bewegung beteiligen, damit der Dollar eine klare Richtung einschlagen könne. Der Euro hat im DXY-Währungskorb einen Anteil von 57,6 %, verglichen mit 13,6 % für den Yen. Kapitalströme können diesen Zusammenhang zeitweise stören. Im Sommer 2024 führten das schwache Wachstum in Europa und die Vorbereitungen auf Zinssenkungen der Fed zu einer umfangreichen Auflösung von Carry-Trades. Dadurch wurde der Dollar geschwächt, während EUR/USD wieder anzog und sich über 1,1200 hielt. Eine Wiederholung würde laut Stanley die passenden Bedingungen voraussetzen.
Die FOMC-Sitzung steht in dieser Woche im Mittelpunkt. Stanley zufolge hält Warsh seit der Übernahme der Fed an einer restriktiven Haltung fest. Dies gilt trotz Trumps früherer Andeutung während des Nominierungsverfahrens, wonach die Bereitschaft zu Zinssenkungen ein entscheidender Test sein würde. Da die Inflation bei Warshs Amtsübernahme erhöht war, musste er laut Stanley zumindest verbal für Zinserhöhungen offenbleiben, um zu verhindern, dass die Märkte von einer anhaltenden Abwertung der Währung ausgehen.
Stanley argumentierte, Zinssenkungen in einer Phase hoher Inflation könnten die Inflationserwartungen, die langfristigen Anleiherenditen und die Hypothekenzinsen erhöhen. Niedrigere Leitzinsen führen nicht zwangsläufig zu einem Rückgang der gesamten Renditekurve und können längerfristige Zinsen mitunter sogar nach oben treiben.
Die unmittelbare Frage lautet, ob Warsh am Mittwoch an seinem restriktiven Kurs festhält, während die Aktienmärkte zu schwächeln beginnen. Sollte dies der Fall sein, könnte ein stärkerer Dollar vor der am folgenden Tag anstehenden BoJ-Entscheidung zusätzlichen Druck erzeugen. Ein Anstieg von USD/JPY in Richtung 165 könnte laut Stanley eine Intervention auslösen und damit möglicherweise ein Marktumfeld schaffen, das dem Juli 2024 ähnelt.
Die Märkte ziehen zunehmend die Möglichkeit in Betracht, dass die Fed wegen der anhaltenden Inflation ihre Zinsen anheben könnte. Laut Stanley dominiert dieses Narrativ seit der FOMC-Sitzung vom 17. Juni und trug zu einem Abwärtsschub bei EUR/USD bei. Eine restriktive Fed könnte eine Bewegung in Richtung des vorherigen EUR/USD-Tiefs von 1,1325 plausibel machen. Sollte Warsh seine Position unter dem Druck der Aktienmärkte abschwächen, wäre die Grundlage für weitere Dollargewinne dagegen infrage gestellt. Von der FOMC-Erklärung und Warshs Pressekonferenz am Mittwoch werden neue Richtungsimpulse erwartet.
Wichtige Charts zum Devisenmarkt
Dieser Abschnitt zeigt Charts, die helfen, die jüngsten Bewegungen am Devisenmarkt einzuordnen. Im Fokus stehen Veränderungen der geldpolitischen Erwartungen, Zinsdifferenzen, Konjunkturdaten und Marktstimmung. Die Charts und Daten basieren auf Informationen Dritter und stellen weder die Meinung von RYOEX dar noch lassen sie Rückschlüsse auf künftige Wechselkursentwicklungen zu. Angesichts möglicher abrupter Marktbewegungen bleibt ein angemessenes Risikomanagement wichtig.
US-Auftragseingänge für langlebige Güter verfehlen im Juni die Markterwartungen
Die US-Auftragseingänge für langlebige Güter stiegen im Juni gegenüber dem Vormonat lediglich um 0,3 %. Damit blieben sie deutlich hinter den Markterwartungen zurück und signalisierten eine wesentlich schwächere Gesamtnachfrage als erwartet.
Auftragseingänge für Kernausrüstungsgüter steigen im Juni um 0,9 %
Die Auftragseingänge für Kernausrüstungsgüter ohne Flugzeuge stiegen im Juni um 0,9 % und übertrafen damit die Markterwartungen. Die Auslieferungen legten um 1,9 % zu, der stärkste Anstieg seit Ende 2021. Dies deutete darauf hin, dass die Unternehmensinvestitionen robust blieben, gestützt durch Aktivitäten im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz und Verteidigungsausgaben. Trumps Zollpolitik und die Entwicklungen im Nahen Osten bleiben mögliche Belastungsfaktoren.
Märkte preisen bis zum Jahresende weiterhin eine Straffung der Fed ein
Die Zinsmärkte veranschlagten für eine kumulierte Fed-Zinserhöhung um 50 Basispunkte bis zum Jahresende weiterhin eine implizite Wahrscheinlichkeit von 38,3 %. Auf Trumps Forderung, die Vereinigten Staaten sollten die niedrigsten Zinsen der Welt haben, reagierten die Märkte kaum. Dies galt insbesondere angesichts der weiterhin hohen Öl- und Benzinpreise. Es wird erwartet, dass diese Zinserwartungen den Dollarindex und die Renditen von US-Staatsanleihen weiter stützen.
Fazit
Der Dollar erholte sich am Montag, da die US-Zinserwartungen einen größeren Einfluss ausübten als die Energiepreise. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Fed an ihrer restriktiven Haltung festhält oder die Zinsen anhebt. Der Euro bleibt eng an die allgemeine Dollarentwicklung gekoppelt, während der Yen kurzfristig unter Druck steht und bei einer schnelleren oder ungeordneteren Abwertung ein zunehmendes Interventionsrisiko aufweist.
Die Entwicklungen rund um die Vereinigten Staaten, Israel und Iran bleiben ungeklärt. Zu den nächsten wichtigen Impulsen zählen die FOMC-Entscheidung, die Sitzung der Bank of Japan und der Verbrauchervertrauensindex des US-Conference Board für Juli.
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