Bitcoin steigt bei schwachem Dollar stark auf rund 79.450 Dollar
Käufe nach Dollar-Rückgang vorherrschend
Der Preis der führenden Kryptowährung Bitcoin ist stark gestiegen. In den frühen Morgenstunden des 20. Tages nach US-Ostküstenzeit kletterte er zeitweise auf rund 79.450 Dollar. Der Wochenanstieg hat mehr als 20 Prozent erreicht und dürfte damit so groß ausfallen wie seit rund zweieinhalb Jahren nicht mehr.
Auf Wochenbasis womöglich größter Anstieg seit 2023
Da Bitcoin an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr gehandelt wird, hängt die weitere Entwicklung von den künftigen Kursbewegungen ab. Der Wochenanstieg könnte jedoch die 21,4 Prozent von Ende Februar 2024 übertreffen und damit so groß ausfallen wie seit den 30,2 Prozent von Mitte März 2023 nicht mehr. Am Markt sind Käufe als Anlage bei sinkendem Wert der Leitwährung Dollar besonders ausgeprägt. Bitcoin hat den Charakter einer 'staatenlosen Währung' und wurde teilweise als Alternative zum Dollar ausgewählt.
Dollar-Index auf niedrigstem Stand seit drei Monaten
Das US-Finanzministerium gab am 19. bekannt, dass es das Volumen der Rückkäufe und anschließenden Tilgung von US-Staatsanleihen mit extrem langer Restlaufzeit bis zur Fälligkeit verdoppeln werde. Damit reagierte es darauf, dass die Rendite 30-jähriger Anleihen am 18. auf den höchsten Stand seit rund 19 Jahren gestiegen und die Anleihepreise gefallen waren. Nach der Ankündigung stürzte der Dollar gegenüber den wichtigsten Währungen ab. Der Dollar-Index, der die allgemeine Stärke des Dollar abbildet, fiel auf den niedrigsten Stand seit rund drei Monaten.
Die Mittel für den Kauf ultralang laufender Anleihen müssen durch die Ausgabe kurzfristiger Anleihen (T-Bills) aufgebracht werden; die Staatsverschuldung sinkt dadurch nicht. Allerdings setzte sich die Einschätzung durch, dass die als Markteingriff wahrgenommene Maßnahme die Finanzierungsbedingungen in den USA lockern werde, was zum Rückgang des Dollar beitrug.
Auch Gold auf höchstem Stand seit rund drei Monaten
Auch die Futures auf Gold, das als sicherer Hafen gilt, stiegen. Der an der New York Mercantile Exchange (COMEX) meistgehandelte Dezember-Kontrakt beendete den Handel am 21. bei 4.680,6 Dollar je Feinunze. Im Handelsverlauf erreichte er zeitweise den höchsten Stand seit rund drei Monaten. Zudem gibt es die Einschätzung, dass sich der 'Debasement-Trade' zum Schutz vor einem Wertverlust des US-Dollar wieder ausbreitet.
Jeffrey Yu von der Bank of New York Mellon (BNY) in den USA erklärte: 'Die Einschätzung des Marktes, dass ein Markteingriff nicht ohne Kosten möglich ist, zeigt sich im Anstieg der Preise für Gold und Bitcoin sowie in der fortschreitenden Dollar-Schwäche.'
Wenn Ihnen dieser Artikel geholfen hat, teilen Sie ihn gerne.