Neue Sanktionen gegen Iran sollen bald veröffentlicht werden, auch Handelspartner sollen gestoppt werden
Wirtschaftssanktionen verschärft
US-Präsident Trump hat am 19. auf Social Media mitgeteilt, dass er in Kürze neue Wirtschaftssanktionen gegen Iran ankündigen werde. Er sagte, es werde sich um einen Wirtschaftskrieg in beispiellosem Ausmaß handeln, und warnte, Länder, die Finanzinstituten, Privatunternehmen und Regierungsstellen Geschäfte mit Iran erlauben, würden „enorme Verluste“ erleiden.
Trump schrieb, niemand habe Iran mehr Handelschancen eingeräumt als er selbst, und behauptete, Iran habe diese Chance nicht genutzt. Die Sanktionen bezeichnete er als die „schockierendste Wirtschaftsoperation“, die jemals gegen ein Land unternommen worden sei.
Konflikt mit Iran verschärft sich
Er schrieb weiter, alle Verbündeten müssten sich an die Seite der USA stellen, um Iran zu isolieren und zu besiegen, und forderte ein sofortiges Ende des Öl-Schmuggels und der Finanztransaktionen. Zugleich betonte er, dass Iran niemals über Atomwaffen verfügen werde.
US-Finanzminister Bessent hatte am 13. gesagt, Maßnahmen zur Verschärfung der Wirtschaftssanktionen würden „in der kommenden Woche“ bekanntgegeben. Während die diplomatischen Gespräche über die faktische Blockade der Straße von Hormus durch Iran festgefahren sind und militärische Angriffe wegen Engpässen bei den Waffen des US-Militärs nur schwer aufrechtzuerhalten wären, sieht die US-Regierung den wirtschaftlichen Druck als letztes verbleibendes Druckmittel.
Trump sagte am 19. vor Journalisten im Weißen Haus, die Blockade von Schiffen, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, sei „zu 100 Prozent erfolgreich“, und behauptete, kein einziges Schiff nach Iran gelassen zu haben. „Wir werden sehen, was passiert“, sagte er ebenfalls und machte damit erneut deutlich, dass er Iran mit wirtschaftlichem Druck unter Druck setzen will.
Unterstützung des Seeverkehrs
Die US-Streitkräfte unterstützen derweil im südlichen Verkehrsweg auf der omanischen Seite der Straße von Hormus die Passage ziviler Schiffe wie Öltanker. Mehrere US-Medien berichteten am 19., dass diese Operationen beim Öltransport gewisse Erfolge erzielten. Gegenüber Iran, das die Kontrolle über die Meerenge für sich beansprucht, dürfte dies auch darauf abzielen, die Überlegenheit der USA zu demonstrieren.
Iran verschärft gegenüber den USA seinen ohnehin harten Kurs weiter. Teheran droht mit der Wiederaufnahme von Angriffen, falls Washington das im Juni vereinbarte Memorandum zur Beendigung der Kämpfe nicht umsetzt. Ob Iran dem wirtschaftlichen Druck nachgeben wird, ist unklar. Eine weitere Eskalation des Konflikts ist möglich.
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