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Shenzhen-Gericht verhängt lebenslange Haft gegen China-Evergrande-Gründer Xu Jiayin

Shenzhen-Gericht verurteilt China-Evergrande-Gründer Xu Jiayin zu lebenslanger Haft

Lebenslange Haft und Einziehung des Vermögens

Das Mittlere Volksgericht in Shenzhen in der südchinesischen Provinz Guangdong hat am 20. in erster Instanz gegen Xu Jiayin, den Gründer des in der Restrukturierung befindlichen Immobilienriesen China Evergrande Group, lebenslange Haft verhängt. Zudem ordnete das Gericht die vollständige Einziehung seines Privatvermögens an.

Versteckte Schulden durch massive Bilanzfälschung

Das Gericht stellte fest, dass Xu und weitere Beteiligte von 2016 bis 2021 über längere Zeit rechtswidrig und fortgesetzt umfangreiche Bilanzfälschungen vorgenommen, Vermögenswerte überbewertet und Verbindlichkeiten verborgen hätten. Sie hätten unrechtmäßig Gelder von der Öffentlichkeit eingesammelt, Wertpapiere ausgegeben und zudem mit Schmiergeld Finanzinstitute kontrolliert, Kredite beschafft und die Mittel für das Unternehmen umgeleitet, so das Gericht. Gegen die China Evergrande Group und die wichtigste operative Tochter China Evergrande Real Estate verhängte es Geldstrafen in Höhe von jeweils 8,82 Milliarden Yuan (rund 210 Milliarden Yen) und 7 Milliarden Yuan.

Schnelles Wachstum und Zusammenbruch von Evergrande

Bei Xu kam das Gericht zu dem Schluss, dass er seine faktische Spitzenposition bei der China Evergrande Group genutzt habe, um die Bilanzfälschung zu steuern und unter dem Vorwand von Dividenden Unternehmensvermögen zu veruntreuen. Die gesamte Serie von Verstößen sei von enormem Umfang, mit erheblichen wirtschaftlichen Schäden verbunden und habe äußerst gravierende Auswirkungen auf die Gesellschaft gehabt. China Evergrande Group war im Immobilienboom zum Branchenführer aufgestiegen, geriet aber nach der Verschärfung der chinesischen Kreditregeln in Zahlungsschwierigkeiten und fiel 2021 in den Ausfall. Der High Court in Hongkong hatte 2024 dem Antrag ausländischer Gläubiger stattgegeben und die Einleitung des Abwicklungsverfahrens beschlossen.

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