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VAE setzen Handel mit Iran aus als Reaktion auf Raketenabschuss

VAE setzen Handel und Finanztransaktionen mit Iran vorerst aus nach Raketenabschuss

Handel mit Iran ausgesetzt

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) erklärten am 19. August, sie würden den Handel und die Finanztransaktionen mit Iran vorerst aussetzen. Es handelt sich um eine Gegenmaßnahme auf den Abschuss von zwei ballistischen Raketen durch Iran am 18. August; die Sorge wächst, dass sich die militärische Konfrontation im Golfraum des Nahen Ostens weiter verschärfen könnte.

Gegenseitiger Schlagabtausch um Raketen

Die VAE teilten am 18. August mit, dass zwei ballistische Raketen von Iran aus in Richtung der VAE abgefeuert worden seien und von den Luftverteidigungssystemen erkannt worden seien. Nach Angaben der VAE richtete sich der Angriff gegen die Schifffahrt; eine Rakete sei außerhalb der Hoheitsgewässer, die andere innerhalb der Hoheitsgewässer niedergegangen.

Laut Reuters ist es rund drei Monate her, dass Iran die VAE zuletzt angegriffen hat. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Baghaei, bestritt unterdessen, dass Raketen auf die VAE abgefeuert worden seien, und forderte, auf unbegründete Vorwürfe zu verzichten.

Memorandum läuft ebenfalls aus

Ein im Juni zwischen den USA und Iran geschlossenes Memorandum zur Beendigung der Kampfhandlungen konnte die 60-tägige Verhandlungsfrist nicht verlängern und ist de facto gescheitert. Es sah das Ende militärischer Operationen und die Wiederaufnahme der Atomgespräche vor, doch die Frist endete, ohne dass die Differenzen über die Kontrolle der Straße von Hormus überbrückt werden konnten.

US-Präsident Donald Trump erklärte am 18. August in einem Beitrag auf einer Social-Media-Plattform, es gebe keine laufenden und auch keine geplanten Gespräche oder Dialoge mit Iran, und signalisierte damit Distanz zum Iran-Dossier. Sollte sich das Engagement der USA im Nahen Osten verringern, könnte der Einfluss Irans relativ zunehmen.

Iran hat sich als in der Lage dargestellt, die Passage durch begrenzte Angriffe auf Schiffe zu unterbrechen. Der iranische Parlamentspräsident Ghalibaf sagte am 18. August, Iran werde die Sperrung der Straße von Hormus fortsetzen, bis die USA die Inhalte des Memorandums umsetzten, darunter die Zulassung iranischer Ölexporte.

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