US-Finanzministerium verdoppelt Rahmen für Rückkäufe und Tilgungen langlaufender Staatsanleihen mindestens
Liquidität am Markt für langlaufende Anleihen soll gestützt werden
Das US-Finanzministerium hat am 19. angekündigt, die Obergrenze für Rückkäufe und Tilgungen von Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von mindestens zehn Jahren mindestens zu verdoppeln. Ziel ist es, die Liquidität am Staatsanleihenmarkt zu erhöhen und das Risiko heftiger Zinsschwankungen zu begrenzen.
Rückkaufrahmen steigt auf 4 Milliarden Dollar
Mit den Rückkäufen und Tilgungen sollen vor allem ältere, seit ihrer Ausgabe weniger liquide Anleihen zurückgekauft und damit die Funktionsfähigkeit des gesamten US-Staatsanleihenmarktes gestützt werden. Bisher wurden die Transaktionen monatlich in zwei Kategorien durchgeführt: Anleihen mit Laufzeiten von 10 bis 20 Jahren sowie von 20 bis 30 Jahren. Die Obergrenze pro Transaktion lag bei 2 Milliarden Dollar, nun soll sie vom 9. September bis zum 4. November für jede Kategorie auf mindestens 4 Milliarden Dollar angehoben werden.
Langfristzinsen und Yen reagieren
Nach der Ankündigung sanken die Renditen lang- und sehr langfristiger Anleihen am US-Anleihemarkt deutlich, während die Anleihekurse kräftig stiegen. Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen fiel zeitweise auf 5,18 Prozent und lag damit rund 0,09 Prozentpunkte unter dem Niveau vor der Ankündigung. Erst am 18. hatte die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen den höchsten Stand seit rund 19 Jahren erreicht. Als Reaktion auf den Rückgang der US-Zinsen legte auch der Yen gegenüber dem Dollar deutlich zu. Zeitweise notierte er im unteren Bereich der Spanne von 158 Yen je Dollar und war damit gegenüber dem Zeitpunkt unmittelbar vor der Ankündigung um fast 1 Yen stärker.
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