US-Aktien wegen steigender Ölpreise und Zinsen erneut schwächer, Dow 120 Dollar im Minus
Wachsende Sorge wegen der Lage im Nahen Osten
Der Dow-Jones-Industrieindex startete am 18. den dritten Handelstag in Folge schwächer. Um 9.35 Uhr Ortszeit lag er 120 Dollar und 53 Cent oder 0,2 Prozent im Minus bei 53.339 Dollar und 25 Cent. Die Unsicherheit über die Lage im Nahen Osten trieb die Ölpreise nach oben, während weltweit steigende Zinsen die Aktien zusätzlich belasteten.
Ölpreise und Zinsen belasten
Am US-Rohölterminmarkt stieg der nächstfällige September-Kontrakt auf WTI (West Texas Intermediate) zeitweise bis in den oberen Bereich der 85-Dollar-Spanne je Barrel und erreichte damit den höchsten Stand seit Ende Juli. Der iranische Parlamentspräsident Ghalibaf sagte am selben Tag, die Straße von Hormus werde nicht wieder geöffnet, solange die USA ihre Zusagen nicht einhielten. Die britische Maritime Trade Operations Agency (UKMTO) teilte ebenfalls am selben Tag mit, dass es in der Straße von Hormus zu einem Angriff auf ein Schiff gekommen sei. Damit verstärkte sich die Einschätzung, dass sich die Erholung des Energietransports verzögern könnte.
Auch Anleihemarkt unter Verkaufsdruck
Am US-Anleihemarkt stieg die Rendite 30-jähriger Staatsanleihen zeitweise auf 5,33 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 2007. Neben den Inflationssorgen wegen der hohen Ölpreise gehören die Verschlechterung der Staatsfinanzen in verschiedenen Ländern und der Finanzierungsbedarf für KI-Investitionen zu den Hintergründen. Auch in Japan und Europa zogen die langfristigen Zinsen deutlich an. Aktien aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz wurden verkauft, da Zweifel an der Nachhaltigkeit der umfangreichen Investitionen in KI-Infrastruktur aufkamen.
Uneinheitliche Entwicklung bei Standardwerten
Der Dow verringerte seine Verluste, nachdem die Verkäufe bei den führenden Aktien nachgelassen hatten. Einige defensive Werte, die sich häufig gegenläufig zu Technologiewerten entwickeln, wurden gekauft. Im Dow lagen Caterpillar, Nvidia und Goldman Sachs im Minus; auch Cisco Systems und Amazon.com wurden verkauft. Home Depot, das am 18. seine Ergebnisse für den Zeitraum Mai bis Juli 2026 vorgelegt hatte, bewegte sich uneinheitlich. Johnson & Johnson (J&J), Travelers und Salesforce legten dagegen zu. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index startete ebenfalls mit dem dritten Tagesverlust in Folge. Besonders deutlich gaben Halbleiterwerte wie Micron Technology, Intel und Applied Materials (AMAT) nach. SpaceX und Meta Platforms lagen ebenfalls im Minus.
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