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Nominales BIP erreicht Rekord von 687 Billionen Yen, April bis Juni plus 4,8 Prozent auf Jahresbasis

April bis Juni: BIP nominal auf Jahresbasis plus 4,8 Prozent, Rekord von 687 Billionen Yen

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) für den Zeitraum April bis Juni stieg nominal, spiegelnd den Preisanstieg, um 4,8% auf annualisierter Basis gegenüber dem Vorquartal. Der auf das Jahr hochgerechnete tatsächliche Betrag erreichte mit 687 Billionen 718,2 Milliarden Yen einen neuen Höchststand. Während der private Konsum und die Anlageinvestitionen real schwach blieben, wurde der nominale Wert nach oben gedrückt.

Nominales Wachstum in neun Quartalen in Folge

Das teilte das Kabinettbüro am 17. mit. Das Wachstum des nominalen BIP hält neben den Preissteigerungen auch vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Normalisierung nach der Corona-Pandemie an. Die Regierung strebt Investitionen von öffentlicher und privater Seite in Höhe von 370 Billionen Yen an und verfolgt das Ziel, das BIP bis zum Geschäftsjahr 2040 auf fast 1100 Billionen Yen zu steigern.

Export von Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen trägt bei

Im Zeitraum April bis Juni trieben Exporte von Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen der Unternehmen das Wachstum an. Die Exporte von Waren und Dienstleistungen stiegen nominal um 3,9% gegenüber dem Vorquartal, ihr Beitrag zur Wachstumsrate betrug plus 0,9 Prozentpunkte. Zu Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen zählen neben Geschäften im Zusammenhang mit Grundlagenforschung, angewandter Forschung und der Entwicklung neuer Produkte auch Käufe und Verkäufe von Patentrechten und Designrechten. Ein Vertreter des Kabinettbüros deutete an, dass die Exporte im Berichtszeitraum außergewöhnlich hoch gewesen sein könnten, etwa weil Pharmaunternehmen Patentrechte ins Ausland übertragen hätten.

Weniger Rohölimporte stützen ebenfalls

Zugleich drückte der mit der Verschlechterung der Lage im Nahen Osten verbundene Rückgang der Rohölimporte die Wachstumsrate auf BIP-Basis nach oben. Vor einer Blockade der Straße von Hormus war Japan bei seinen Rohölimporten zu mehr als 90% vom Nahen Osten abhängig. Im Mai gingen die Importmengen von Rohöl und unraffiniertem Öl aus dem Nahen Osten im Vergleich zum Vorjahresmonat um rund 60% zurück, während Japan Ersatzkäufe aus den USA und Asien ausweitete. Der BIP-Deflator stieg um 2,6% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Preisanstieg bleibt im Fokus

Der durch die Krise im Nahen Osten ausgelöste Anstieg der Rohölpreise dürfte sich ab diesem Herbst spürbar auf die Strom- und Gaspreise auswirken. Die Regierung plant zwar, die Strom- und Gasrechnungen von Juli bis September zu subventionieren, doch nach dem Auslaufen der Hilfen könnte sich die Inflation über höhere Energiepreise erneut beschleunigen.

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