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KI-Boom: Gute Blase? Industrielle Investitionen und finanzielle Risiken im Fokus

Ist der KI-Boom eine gute Blase? Industrieinvestitionen und Finanzrisiken im Doppelblick

Charakter des KI-Booms

Der von den USA getragene Boom der künstlichen Intelligenz (KI) hat sich so stark ausgeweitet, dass das Tempo des Anstiegs der Anlageinvestitionen frühere große Booms übertrifft. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) sieht in der derzeitigen Investitionshitz einen neuen Blasencharakter.

Aspekt einer Industrieblase

Jeff Bezos, Gründer von Amazon.com, sprach im Oktober 2025 bei einem Tech-Treffen im italienischen Turin über 'gute Blasen' und 'schlechte Blasen'. Eine Industrieblase mit Innovationen wie KI unterscheidet sich von einer spekulationsgetriebenen Finanzblase und kann eine Basis für künftiges Wachstum hinterlassen. Auch Professor Marcus Brunnermeier von der Princeton University und andere unterscheiden zwischen Blasen mit technologischen Innovationen und solchen ohne sie.

Warnsignale aus Politik und Finanzsektor

Wie die Geschichte zeigt, haben Blasenbildung und ihr Platzen im Finanzsystem schwere Spuren hinterlassen. Ryutaro Kono, Chefökonom bei BNP Paribas Securities, sieht den KI-Boom als 'einen ziemlich großen Boom sowohl in der Realwirtschaft als auch im Finanzsektor'. Taisho Matsuura, Chefökonom für die US- und Europa-Volkswirtschaften bei Mizuho Research & Technologies, weist zwar auf Ähnlichkeiten mit der Zeit des IT-Booms hin, betont jedoch, dass die Quote der privaten Verschuldung gemessen am BIP weiterhin begrenzt sei.

Bedingungen für eine breitere Wirkung

Masaya Sakuragawa, Ehrendoktor der Keio-Universität, betrachtet KI als 'gute Blase' und sagt, sie könne für Japan ein Anlass sein, den Übergang von Ersparnissen zu Investitionen zu fördern. Allerdings könnte sich die Ungleichheit ausweiten, wenn KI lediglich menschliche Arbeit ersetzt. Entscheidend für die Maximierung des Nutzens ist, ob KI menschliche Tätigkeiten ergänzen und erweitern sowie zu neuen Beschäftigungsmöglichkeiten und höheren Produktivitätsgewinnen führen kann.

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