METI führt 2026 ein Anerkennungssystem zur Unterstützung unverzichtbarer Dienste in ländlichen Schrumpfregionen ein
Das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie will im Jahr 2026 ein System einführen, das Geschäftspläne von Anbietern anerkennt, die in entlegenen Regionen unverzichtbare Dienstleistungen für den Alltag bereitstellen. Es soll den Zugang zu finanzieller Unterstützung erleichtern und Investitionen zur Arbeitserleichterung fördern. Ziel ist es, den Fortbestand von Geschäften etwa im Lebensmittelhandel und Transport zu sichern.
Anerkannte Essential Services
Das neue System heißt 'anerkannte Essential Services' und richtet sich an Unternehmen und Unternehmenskooperativen, die in entlegenen Regionen Versorgung, Ernährung und Wohnen stützen. Anerkannt werden Geschäftspläne, die innerhalb von fünf Jahren zu einem ausgeglichenen Ergebnis oder zur Entschuldung führen sollen; die Anerkennung erfolgt durch den Staat oder die Kommunen.
Finanzierung und Arbeitserleichterung
Vorgesehen sind vor allem kleine und Kleinstunternehmen mit vergleichsweise hohem Ausfallrisiko. Durch die Anerkennung des Plans sollen sie leichter eine Kreditgarantie erhalten und auch leichter Kapital von staatlich getragenen Finanzinstituten annehmen können. Die Japan Finance Corporation will bis zu 720 Millionen Yen ausleihen und einen Vorzug anbieten, der den Zinssatz um 0,9 Prozentpunkte unter den üblichen Kreditkonditionen hält.
Regionale Fachkräfte und Geschäftskontinuität
Durch Effizienzgewinne aus IT-Investitionen soll eine Struktur entstehen, mit der sich das Geschäft auch mit wenigen Beschäftigten fortführen lässt. Auch die Vergrößerung des Umfangs und die Diversifizierung durch den Erwerb von Geschäften anderer Unternehmen sollen unterstützt werden. In anerkannten Unternehmen und Kooperativen werden kommunale Beamte aus der Region als wichtige Managementkräfte eingeordnet. Nebenjobs sind bereits heute erlaubt, doch Prüfungen und Abstimmungen innerhalb der Kommunen dauern häufig, sodass die Anerkennung der Pläne eine Verkürzung der Verfahren erwarten lässt.
Betroffene Branchen und Hintergrund
Zu den betroffenen Branchen zählen rund 70 Geschäftsfelder, darunter Supermärkte für Lebensmittel und Alltagswaren sowie Tankstellen. Voraussetzung ist unter anderem, dass es im Umkreis von 800 Metern keinen Anbieter derselben Art gibt und eine bestimmte Zahl an Nutzern erwartet werden kann.
Nach Angaben des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie gab es landesweit 187 Gemeinden, in denen mehr als 500 Meter bis zum nächsten Geschäft zurückzulegen sind und Menschen im Alter, die Autos nur schwer nutzen können, 40 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Zudem gibt es Schätzungen, wonach der Niedergang der Regionen das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um bis zu 76 Billionen Yen drücken könnte. Nach Angaben des Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Soziales verdienen Beschäftigte in Bereichen wie Transport und Einzelhandel, die soziale Infrastruktur tragen, monatlich 45.000 Yen weniger als Beschäftigte in Vertrieb oder Verwaltung. Das trägt zu Arbeitskräftemangel bei; zugleich soll die Arbeitserleichterung die Produktivität erhöhen und Mittel für Lohnerhöhungen sichern.
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