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Nikkei setzt nach US-Inflationsdaten seinen Anstieg fort, angeführt von KI- und Halbleiterwerten

Nikkei steigt nach US-CPI weiter, Rückkäufe bei KI- und Halbleiterwerten

Am 13. Handelstag legte der Nikkei an der Tokioter Börse weiter zu. Der Schlussstand am Vormittag lag 1085 Yen über dem Vortag bei 68.609 Yen. Der Anstieg überschritt zeitweise 1200 Yen, und intraday kehrte der Index erstmals seit rund einem Monat wieder in die 68.000er-Yen-Zone zurück. Nach den US-Inflationsdaten, die den Markterwartungen entsprachen, ließen die Spekulationen auf frühzeitige Zinserhöhungen nach. Auch der Kursanstieg an der US-Technologiebörse vom Vortag wirkte stützend, und Käufe kehrten bei KI- und Halbleiterwerten zurück, die seit Ende Juni auffällig unter Druck gestanden hatten.

US-CPI lässt Sorgen vor Zinserhöhungen nach

An der US-Börse am 12. Handelstag stiegen sowohl der Nasdaq Composite, der einen hohen Anteil an Technologiewerten aufweist, als auch der Philadelphia Semiconductor Index (SOX), der aus wichtigen Halbleiterwerten besteht. Gestützt wurde der Markt durch den am 12. veröffentlichten US-Verbraucherpreisindex (CPI) für Juli. Er lag mit einem Anstieg von 3,4% gegenüber dem Vorjahresmonat im Rahmen der Markterwartungen und verlangsamte sich damit nach 3,5% im Juni. Auch der Ölpreisanstieg flaute ab, was die Inflationssorgen etwas milderte.

Im Fed-Watch, das aus US-Zinsfutures die Geldpolitik abliest, stieg die Wahrscheinlichkeit, dass der Leitzins auf der Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) im September unverändert bleibt. Auch die US-Beschäftigungsdaten für Juli deuteten auf eine Abschwächung des Arbeitsmarkts hin, und die Ansicht setzte sich durch, dass die US-Notenbank Federal Reserve (FRB) nicht in einer Phase ist, in der sie die Zinserhöhungen beschleunigen müsste.

Kohei Onishi, leitender Investment-Strategie-Analyst bei Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities, sagte, die etwas schwächeren US-Beschäftigungsdaten und der CPI im Rahmen der Markterwartungen hätten bei Anlegern die Erwartung einer komfortablen 'Goldilocks'-Konjunktur geweckt und dadurch Käufe ausgelöst.

Kapital fließt zurück in KI und Halbleiter

Dass die übertriebene Erwartung weiter steigender Zinsen im In- und Ausland nachließ und die hohe Bewertung von Technologiewerten dadurch weniger teuer wirkte, zog ebenfalls Käufe an. An der Tokioter Börse stieg Advantest am 13. Handelstag zeitweise um 7%, Kioxia Holdings, Ibiden und Taiyo Yuden legten ebenfalls um rund 10% zu. Stützend wirkte auch die feste Entwicklung des südkoreanischen KOSPI und des Taiwan Weighted Index.

Im Inland sind die Ergebnisse der börsennotierten Unternehmen für das Quartal April bis Juni 2026 nun vollständig veröffentlicht, und die Wahrnehmung verfestigt sich, dass sie insgesamt solide waren. Neben KI- und Halbleiterwerten, die von Investitionen in Rechenzentren profitieren dürften, fielen auch Maschinenbau- und Spieleaktien auf, die seit Jahresbeginn aus dem Fokus der Anleger geraten waren und nun unerwartet starke Gewinne meldeten.

TOPPAN Holdings meldete am 12. Handelstag für April bis Juni 2026 ein deutliches Wachstum bei Umsatz und Gewinn; am 13. Handelstag wurde die Aktie bis an die obere Preisgrenze gekauft. Neben den Effekten der Übernahme eines großen US-Verpackungsunternehmens wurde auch das Wachstum bei Verpackungssubstraten für modernste Halbleiter gewürdigt. Auch bei Mitsubishi Heavy Industries, die am 4. Handelstag für April bis Juni 2026 Umsatz und Gewinn über den Markterwartungen gemeldet hatte, gab es weiter Erholungsversuche. Spieleaktien standen am 13. Handelstag zwar unter Druck, doch bei Nintendo und Bandai Namco Holdings setzten Käufe nach den guten Ergebnissen ein.

Bessere Ergebnisse stützen den Markt

Der von Nomura Securities zusammengefasste Revision Index (RI) für große Unternehmen lag per 6. Handelstag auf Basis des laufenden Geschäftsjahres 2027/3, ohne Finanzwerte, bei plus 35,6 und damit über den plus 29,7 der Vorwoche. Das war der höchste Stand auf dieser Jahresbasis. Ein Plus zeigt, dass Aufwärtsrevisionen die Abwärtsrevisionen übertreffen.

Auch die Prognose für das Wachstum des ordentlichen Gewinns der großen Unternehmen, ohne Finanzwerte, wurde auf Jahresbasis auf 18,9% von zuvor 13,9% angehoben. Zu Beginn des Geschäftsjahres belastete die Verschlechterung der Lage im Nahen Osten, doch inzwischen befinden sich auch die Gewinne je Aktie (EPS) auf einem Expansionspfad und ziehen Gelder von Anlegern an, die auf Fundamentaldaten achten.

Tetsushi Wakayama, Senior Fund Manager bei Tokio Marine Asset Management, rechnet weiter mit hoher Volatilität an den Aktienmärkten. Aus Sicht des Risikomanagements sei es kein Umfeld für aggressive Käufe, sagte er, man achte jedoch auf eine Umschichtung in günstig bewertete Titel mit soliden Gewinnen. Der Nikkei testet erneut die Oberseite mit Blick auf eine Rückkehr in die 70.000er-Yen-Zone.

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