Privatanlegeranleihen erreichen in fünf Monaten 4 Billionen Yen, Emissionen steigen mit höheren Zinsen weiter
Das Emissionsvolumen von Privatanlegeranleihen steigt in einem Tempo, das einen neuen Höchststand erwarten lässt. Im Haushaltsjahr 2026 belief es sich in den fünf Monaten von April bis August auf rund 4 Billionen Yen und lag damit 60% über dem Vorjahreszeitraum. Auch die Jahresleistung im Haushaltsjahr 2025 erreichte ein 19-Jahres-Hoch, und angesichts des historischen Zinsanstiegs besteht die Möglichkeit, dass der Rekordwert aus dem Haushaltsjahr 2005 übertroffen wird.
Emissionsvolumen mit Rekordtempo
Nach Angaben des Finanzministeriums belief sich das Emissionsvolumen im August auf 1,0177 Billionen Yen. Kumuliert von April bis August ergab sich ein Volumen von 4,0661 Billionen Yen, ein Anstieg um 66,3% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Privatanlegeranleihen gibt es in drei Varianten: variabel verzinsliche 10-jährige Anleihen, bei denen der Zinssatz halbjährlich überprüft wird, sowie festverzinsliche 5-jährige und 3-jährige Anleihen, deren Zinssatz bei Emission festgeschrieben wird. Sie können bei Finanzinstituten ab 10.000 Yen erworben werden. Der Staat garantiert den Kapitalbetrag und einen Mindestzinssatz von 0,05% pro Jahr.
Zeichnung für September auf Rekordniveau
Seit die Bank of Japan mit einer Anhebung des Leitzinses begonnen hat, gewinnen Privatanlegeranleihen als Anlageform an Bedeutung. Das Finanzministerium legt die anwendbaren Zinssätze unter Berücksichtigung der Marktzinsen fest; die derzeit zur Zeichnung angebotenen September-Emissionen erreichten bei der variabel verzinslichen 10-jährigen Anleihe 1,87%, bei der festverzinslichen 3-jährigen 1,71% und bei der festverzinslichen 5-jährigen 2,06% und damit jeweils einen Höchststand. Kengo Katsurada, stellvertretender Hauptforscher am Japan Research Institute, sieht darin einen Grund für die Beliebtheit, weil bei steigenden Zinsen Zinserträge über dem Niveau von Einlagen erwartet werden können.
Überarbeitung des Systems soll Privatanleger anziehen
Mit dem Rückgang der Anleihekäufe der Bank of Japan befindet sich die Rendite neu begebener 10-jähriger Staatsanleihen auf einem Aufwärtstrend. Es gab auch weiter Phasen, in denen die Auktionen des Finanzministeriums am Markt als schwach aufgenommen wurden, und die langfristigen Zinsen bewegen sich derzeit im hohen 2%-Bereich. Steigende Zinsen erhöhen die Zinsaufwendungen des Staates und damit die fiskalische Belastung, weshalb die Regierung Privatanleger als neue Zielgruppe für eine stabile Emission von Staatsanleihen einordnet.
Das Finanzministerium prüft zur Ausweitung des Absatzes eine Verbesserung der Produkteigenschaften. In einer Studiegruppe im Mai wurden unter anderem inflationsindexierte Anleihen mit Inflationsanpassung sowie kurzfristige Produkte mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr vorgeschlagen. Auch in den im Juli beschlossenen Grundsätzen für die Wirtschafts- und Finanzpolitik sowie Reformen wurde ausdrücklich festgehalten, dass der inländische Anlegerkreis durch eine Attraktivitätssteigerung von Privatanlegeranleihen erweitert werden soll. Finanzministerin Satsuki Katayama sagte zudem im Juli auf einer Pressekonferenz, dass die Aufwertung und Überarbeitung der Produkteigenschaften als Emittent zeitnah konkretisiert werden solle.
Anteil an den Haushalten bleibt niedrig
Laut den Geldflussstatistiken der Bank of Japan lag der Anteil von Staatsanleihen am Finanzvermögen der Haushalte im März 2026 bei weniger als 1%. Katsurada weist darauf hin, dass durch eine Überarbeitung der Produkteigenschaften erwartet werde, dass sich das Produkt als Option zur Vermögensbildung von Privatanlegern etabliert.
Andererseits gibt es von Regierungs- und Oppositionsparteien auch Vorschläge, die Erbschaftsteuer zu senken. Allerdings halten sich weiterhin Bedenken, dass Steuervergünstigungen vor allem wohlhabenden Schichten zugutekommen würden. Während die Regierung von Sanae Takaichi eine 'verantwortungsvolle expansive Finanzpolitik' betont, sieht der Markt die Risiken zusätzlicher Anleiheemissionen und Auswirkungen auf die Haushaltsdisziplin mit Sorge. Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität von Privatanlegeranleihen seien notwendig, könnten aber kaum das Zentrum einer Strategie zur stabilen Emission von Staatsanleihen bilden, heißt es ebenfalls.
Wenn Ihnen dieser Artikel geholfen hat, teilen Sie ihn gerne.