Steigende Bankaktien und ein Golden Cross stützen den Nikkei weiter
Robuste Untergrenzen trotz Nahost-Sorgen
Am 12. Handelstag legte der Nikkei an der Tokioter Börse weiter zu und schloss mit einem Plus von 553,84 Yen oder 0,83% bei 67.524,06 Yen. Trotz steigender Ölpreise wegen der Sorgen über die Lage im Nahen Osten blieb der Markt widerstandsfähig. Im Tageschart bildete sich ein als Kaufsignal geltendes 'Golden Cross', das die Anlegerstimmung stützte.
Rückkäufe bei Bankaktien
Am Vormittag fehlte es dem Markt wie in einer sommerlich ausgedünnten Handelsphase an Richtung. Gebremst wurde die Aufwärtsbewegung durch die Vorsicht gegenüber der Lage im Nahen Osten. Der Generalsekretär des Hohen Nationalen Sicherheitsrats (SNSC) des Iran, Rezaei, soll am 11. gesagt haben, die Blockade der Straße von Hormus werde nicht aufgehoben, solange die USA ihr Verhalten nicht änderten und Irans Bedingungen für ein Ende der Kämpfe nicht akzeptierten.
Am 12. überkreuzte der 5-Tage-Durchschnitt den 25-Tage-Durchschnitt nach oben und lag auch über dem 75-Tage-Durchschnitt. Dass die 5-Tage-Linie sowohl die 25-Tage- als auch die 75-Tage-Linie gleichzeitig überwindet, war seit der KI- und Halbleiter-Rally Anfang April nicht mehr der Fall.
Zinserhöhungserwartungen und breitere Käufe
Besonders stark war die Kaufbereitschaft im Bankensektor. Bei Schwergewichten wie Mitsubishi UFJ Financial Group und Sumitomo Mitsui Financial Group griffen Anleger zu; die Fukui Bank gewann 5,0%, die Chiba Bank 2,7%.
Nach den am 10. veröffentlichten 'Hauptmeinungen' aus der geldpolitischen Sitzung der Bank of Japan im Juli breitet sich die Ansicht aus, dass sich das Tempo möglicher Zinserhöhungen beschleunigen könnte. Dai Takagi, Stratege bei Resona Holdings, sagte, die steigenden Zinserwartungen stärkten die Erwartungen an ein stärkeres Gewinnwachstum der Bankaktien. Die Mizuho Bank kündigte am 10. an, den langfristigen Prime Rate als Referenz für Unternehmenskredite ab August anzuheben.
Laut der am 12. veröffentlichten Schnellschätzung der Geldmenge für Juli stieg der durchschnittliche Monatsbestand von M3 erstmals seit zwei Monaten. Rückenwind durch die höheren Bankaktien verlieh auch der Tokioter Börsenindex TOPIX, der um 0,9% zulegte. Nomura Securities hob ihre Prognosen für den TOPIX und den Nikkei per Ende 2026 jeweils an. Hiroyuki Ueno, Chefstratege bei Sumitomo Mitsui Trust Asset Management, sieht in den Quartalszahlen aus Japan und den USA bestätigte fundamentale Stärke, die Käufe in breiteren Sektoren auslöst.
Fallen die am 12. veröffentlichten US-Verbraucherpreise (CPI) für Juli stärker aus, könnte sich die Erwartung weiterer Zinserhöhungen der US-Notenbank Federal Reserve erneut verstärken und die Durchhaltekraft des Marktes auf die Probe stellen.
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