Yen fällt zeitweise auf 159 je Dollar und gibt die Hälfte der Interventionsgewinne wieder ab
Verkauf des Yen überwiegt
Am Devisenmarkt fiel der Yen zum Dollar am 10. zeitweise auf 159 je Dollar. Das war das schwächste Yen-Niveau und der stärkste Dollar seit Ende Juli, womit etwa die Hälfte der Gewinne aus der koordinierten Währungsintervention der japanischen und US-Behörden wieder zunichtegemacht wurde. Am Markt lässt die Sorge vor weiteren Eingriffen nach, der Verkauf des Yen überwiegt.
Rückgang nach der Intervention
Die Regierung und die Bank of Japan griffen seit dem 30. Juli immer wieder mit Yen-Käufen am Markt ein. Am 31. Juli führten die japanischen und US-Behörden eine koordinierte Intervention durch, auch am 3. August gab es Phasen mit einem sprunghaften Anstieg des Yen. Unmittelbar vor der Intervention lag der Yen-Kurs bei 162,80 je Dollar, am 3. August stieg er zeitweise bis in den Bereich von 155,20. Über fünf Handelstage gerechnet wurde damit rund die Hälfte des Anstiegs von 7,60 Yen wieder abgegeben.
Dollar-Kauf in Krisenzeiten
Gegen den Euro gab der Yen am 10. ebenfalls zeitweise bis in den Bereich von 183,80 je Euro nach. Mehr als die Hälfte der nach der Serie von Interventionen erzielten Gewinne wurde damit wieder ausgelöscht. Marktteilnehmer sagten, da es keine weiteren Yen-Käufe durch die Behörden gegeben habe und kurzfristig orientierte Akteure wie Hedgefonds auf weitere Yen-Stärke und Dollar-Schwäche gesetzt hätten, seien sie nun auf die Yen-Verkaufsseite gewechselt. Auch die Ansicht hält sich, dass die expansive Finanzpolitik der Regierung von Sanae Takaichi die Staatsfinanzen verschlechtern und damit den Verkaufsdruck auf den Yen verstärken könnte.
Am 9. attackierte die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen mit Drohnen eine Raffinerie des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco in Saudi-Arabien. Die Erwartung, dass die Spannungen zwischen Saudi-Arabien und den Huthi die Gespräche über ein Ende der Kämpfe zwischen den USA und Iran beeinflussen könnten, ließ den Dollar in Krisenzeiten steigen. Wegen der Unsicherheit über den Energietransport legten auch die Ölpreise zu. Die Aussicht, dass Japans auf Ölimporte angewiesenes Handelsdefizit größer wird, trieb ebenfalls den Verkauf des Yen und den Kauf des Dollars an.
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