Japans Staatsschulden erreichen Ende Juni 2026 Rekord von 1346,6833 Billionen Yen
Das Finanzministerium teilte am 10. mit, dass die sogenannten Staatsschulden, also die Summe aus Staatsanleihen, Darlehen und Government Short-Term Securities, Ende Juni 2026 bei 1346 Billionen 6833 Milliarden Yen lagen. Gegenüber Ende März 2026 stiegen sie um 2 Billionen 8407 Milliarden Yen und erreichten einen neuen Höchststand.
Bestand an Staatsanleihen steigt
Der ausstehende Betrag regulärer Staatsanleihen, die vor allem aus Steuereinnahmen zurückgezahlt werden müssen, belief sich auf 1110 Billionen 8839 Milliarden Yen und lag damit um 6 Billionen 5855 Milliarden Yen über dem Stand von Ende März. Davon entfielen 5 Billionen 1173 Milliarden Yen auf GX-Übergangsanleihen, die als Finanzierungsquelle für Investitionen in die Dekarbonisierung dienen, ein Anstieg um 2687 Milliarden Yen. Government Short-Term Securities, die zur kurzfristigen Finanzierung genutzt werden, beliefen sich auf 94 Billionen 3994 Milliarden Yen, während sich die Darlehen von Finanzinstituten und anderen Geldgebern auf 40 Billionen 5374 Milliarden Yen summierten.
Ende des Geschäftsjahres 2026 voraussichtlich bei 1492 Billionen Yen
Die Staatsschulden zum Ende des Geschäftsjahres 2026, unter Berücksichtigung des im Juni verabschiedeten Nachtragshaushalts 2026, dürften auf 1492 Billionen 8000 Milliarden Yen steigen. Die Regierung kann ihre Ausgaben weiterhin nicht vollständig aus Steuereinnahmen decken und gleicht sie mit Schulden einschließlich Staatsanleihen aus.
Finanzbedarf belastet den Markt
Die Regierung Takaichi plant, den Verbrauchssteuersatz auf Lebensmittel ab April 2027 für zwei Jahre auf 1 Prozent zu senken und ihn zusammen mit einer Zahlung in Höhe von 1 Prozent auf 'de facto Null' zu bringen. Die Ministerpräsidentin hat erklärt, die auf rund 5 Billionen Yen geschätzten Finanzierungsmittel ohne Rückgriff auf Defizitanleihen sicherzustellen. An den Finanzmärkten bleibt das Risiko steigender Zinsen angesichts der Sorge vor einer expansiven Finanzpolitik bestehen. Neben der Senkung der Verbrauchsteuer dürfte auch der künftige Finanzbedarf, etwa durch eine Überprüfung der Verteidigungsausgaben, darüber entscheiden, wie stark sich Japans Staatsschulden begrenzen lassen und wie groß das Vertrauen des Marktes bleibt.
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