Huthis greifen Aramco-Raffinerie in Dschazan an, saudische Seite meldet Löschung des Brandes
Brand in Südsaudi-Arabien ausgebrochen
Die vom Iran unterstützte jemenitische Huthi-Miliz hat am 9. mit Drohnen die Raffinerie des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco im saudi-arabischen Dschazan im Süden des Landes angegriffen. Das saudische Energieministerium erklärte noch am selben Tag, in der Raffinerie sei ein Brand ausgebrochen.
Die Huthis erklärten, es handle sich um eine Vergeltung für saudische Angriffe. Nach Angaben des Energieministeriums war das Feuer bereits gelöscht, Verletzte wurden nicht bestätigt. In der Raffinerie von Dschazan war Ende Juli ebenfalls ein Brand ausgebrochen, für den die Huthis eine Beteiligung beansprucht hatten.
Vergeltungsschläge gehen weiter
Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu und andere berichteten am 9., auch eine Gasanlage im Osten Saudi-Arabiens sei angegriffen worden, woraufhin ein Feuer ausgebrochen sei. Ein Zusammenhang mit einem Angriff der Huthis ist jedoch nicht geklärt.
Zwischen Saudi-Arabien und den Huthis geht der Schlagabtausch weiter. Die von Saudi-Arabien unterstützten Truppen der jemenitischen Übergangsregierung teilten am 8. mit, sie hätten eine Militäroperation gegen die Huthis durchgeführt. Dies sei eine Vergeltung für den Huthi-Angriff vom 6. gewesen.
Die jemenitische Übergangsregierung hatte Mitte Juli ebenfalls den Flughafen der von den Huthis kontrollierten Hauptstadt Sanaa angegriffen, um die Landung iranischer Flugzeuge zu verhindern. Als Reaktion darauf erklärten die Huthis, sie würden gegen Saudi-Arabien mit Blick auf das Rote Meer eine 'Seeblockade' verhängen, und griffen saudische Tanker an.
Sorge vor Auswirkungen auf Nahost-Gespräche
Sollte die Spannung zwischen Saudi-Arabien und den Huthis anhalten, könnte dies auch die Gespräche zwischen den USA und Iran über ein Ende der Kämpfe beeinflussen. Die Differenzen der beiden Länder über die Straße von Hormus sind tief, und es kommt immer wieder zu vereinzelten Vergeltungsschlägen.
Der Iran erhöht auch den Druck auf die USA. Der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats (SNSC), Zolghadr, sagte am 8., für eine Öffnung der Straße von Hormus seien unter anderem ein Stopp der US-Angriffe auf den Iran sowie Entschädigungszahlungen für Schäden infolge amerikanischer Angriffe erforderlich. Dies berichteten iranische Medien.
Der Iran führt mit Oman weiter Gespräche über die Verwaltung der Straße von Hormus. Zolghadr bekräftigte erneut die Ansicht, dass selbst ein Fortgang der Gespräche nicht unmittelbar zu einer Öffnung der Meerenge führen werde. Es gilt als schwierig, dass die US-Seite die iranischen Forderungen akzeptiert; eine freie Schifffahrt durch die Meerenge ist damit nicht absehbar.
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