Weltweiter Nahrungsmittelpreisindex im Juli wegen teurerem Getreide auf höchstem Stand seit Januar 2023
Weltweiter Nahrungsmittelindex steigt
Der von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) am 7. veröffentlichte weltweite Nahrungsmittelpreisindex für Juli lag bei 131,1 und damit 0,6% höher als im Vormonat. Er erreichte den höchsten Stand seit Januar 2023. Russland und die Ukraine, wichtige Erzeugerländer von Weizen, setzten im Schwarzen Meer ihre gegenseitigen Angriffe fort und trieben die Getreidepreise nach oben.
Getreide und Pflanzenöle legen zu
Der weltweite Nahrungsmittelpreisindex spiegelt die Handelspreise von fünf wichtigen Warengruppen wider und gilt als zentraler Indikator für Lebensmittelpreise. Während Fleisch und Milchprodukte billiger wurden, stiegen die Getreidepreise auch unter dem Einfluss ungünstiger Witterung um 3,4%. Die Weizenpreise legten um 5,8% zu, da die Sorge vor Lieferstörungen bei Ware aus dem Schwarzmeerraum zunahm. Pflanzenöle verteuerten sich um 2,0% und erreichten den höchsten Stand seit Juni 2022.
Spannungen im Nahen Osten treiben Brennstoffe und Düngemittel
Der durch die verschärfte Lage im Nahen Osten ausgelöste Anstieg der Rohölpreise stützte die Preise für Palmöl und Sojaöl, die als Rohstoffe für Biodiesel dienen. Seit die USA und Israel Ende Februar eine Militäroperation gegen Iran begonnen haben, sind neben Brennstoffen auch die Preise für Düngemittel stark gestiegen. Sollte der Konflikt länger andauern, wird vor dem Risiko gewarnt, dass sich die Armut insbesondere in Entwicklungsländern verschärft.
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