CFTC-Daten zeigen starken Rückgang der spekulativen Yen-Shorts nach Intervention
Netto-Short-Position im Yen im nicht kommerziellen Sektor schrumpft auf 45.473 Kontrakte
Laut dem am 7. von der US-Terminmarktaufsicht CFTC veröffentlichten Positionsbericht für den Stand vom 4. waren die Yen-Positionen des nicht kommerziellen Sektors, zu dem auch Hedgefonds und andere spekulative Marktteilnehmer zählen, am Chicagoer Devisen-Futures-Markt mit 45.473 Kontrakten netto short gegenüber dem Dollar. Nach der Yen-Kaufintervention von Regierung und Bank of Japan verringerte sich das Short-Volumen binnen einer Woche um 70 Prozent.
Seit vor der Intervention um mehr als 110.000 Kontrakte reduziert
Das Ausmaß der Yen-Shorts ging von 163.412 Kontrakten am 28. Juli, also vor der Intervention, um 117.939 Kontrakte zurück und sank damit um 72 Prozent. Gemessen an der wöchentlichen Veränderung war dies der größte Rückgang seit dem Beginn der rückverfolgbaren Wochendaten im Oktober 1992.
Rekordbereinigung, aber Aufwertung des Yen bleibt begrenzt
Zum nicht kommerziellen Sektor der CFTC zählen unter anderem Leveraged Funds und Vermögensverwalter. Die Netto-Position, also Longs abzüglich Shorts, gilt als viel beachteter Indikator für die Einschätzung spekulativer Marktteilnehmer.
Das Short-Volumen vom 28. Juli lag auf einem Niveau, das dem von 2007 und 2024 nahekommt, als der Yen-Carry-Trade weit verbreitet war. Die aufgelaufenen Yen-Shorts werden häufig als 'Magma für eine Yen-Aufwertung' gesehen, also als Nährboden für eine schnelle Aufwertung der japanischen Währung. In 2007 und 2024 kam es danach tatsächlich zu einer raschen Yen-Aufwertung.
Regierung und Bank of Japan griffen ab dem 30. Juli mit massiven Käufen von Yen und Verkäufen von Dollar in den Markt ein. Auch die USA unterstützten dies flankierend mit Interventionen zum Kauf von Yen und Verkauf von Euro. Der Yen-Kurs sprang zeitweise auf etwas über 155 je Dollar, doch danach blieb der Druck auf den Yen-Verkauf hartnäckig, und der Handel am 7. August endete bei Kursen im Bereich von 157 je Dollar.
Während die spekulativen Yen-Shorts in Rekordtempo abgebaut wurden, blieb die Aufwertung des Yen weiterhin begrenzt. Möglich ist, dass der reale Dollar-Kauf und Yen-Verkauf durch japanische Importeure und andere Marktteilnehmer anhält.
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