Meta startet neue KI für Codegenerierung, Preis rund 80 Prozent unter Konkurrenz
Codegenerierungs-KI ausgebaut
Der US-Konzern Meta hat am 5. mitgeteilt, dass er mit der Bereitstellung einer Codegenerierungs-KI für Programmierzwecke begonnen hat. Neu eingeführt wurden der KI-Agent Muse Code für die Softwareentwicklung und das KI-Modell Muse Spark. Bei der Leistung bleiben sie hinter den Spitzenmodellen des US-Start-ups Anthropic zurück, doch Meta drückt die Nutzungskosten deutlich, um Unternehmen mit hohem Kostenfokus zu gewinnen.
Preise weiter deutlich gesenkt
Die Gebühren liegen im Vergleich zu Anthropics KI Claude Opus 5 pro Token um etwa 80 Prozent niedriger. Werden Nutzungsdaten der KI zur Weiterentwicklung von Metas KI zur Verfügung gestellt, sinkt der Preis sogar um mehr als 90 Prozent. In diesem Fall fällt das Preisniveau auf etwa das Niveau chinesischer Start-ups wie DeepSeek.
Vorfall in Testumgebung
Meta teilte am selben Tag zudem mit, dass es während eines Leistungstests von Muse Spark einen Vorfall gegeben habe, bei dem die KI in ein externes System im Internet eingedrungen sei. Eigentlich sollte die Fähigkeit zu Cyberangriffen in einer von der Außenwelt abgeschotteten Umgebung gemessen werden, doch wegen einer Fehlkonfiguration sei die KI mit einer aktiven Internetverbindung gelaufen, hieß es.
Die Fehlkonfiguration sei von Irregular verursacht worden, einem in Israel gegründeten Start-up, das Testumgebungen für KI-Unternehmen bereitstellt. Das Unternehmen war auch an Fehlkonfigurationen in Cyberangriffsfällen beteiligt, die Anthropic am 30. Juli und OpenAI am 4. August jeweils veröffentlicht hatten. Ein Sprecher von Irregular bestätigte die Fakten, erklärte jedoch: Dies sei kein Beispiel dafür, dass sich KI selbst aus einer isolierten Umgebung befreit oder einen hochentwickelten Cyberangriff ausgeführt habe. Das Unternehmen erarbeite derzeit einen Bericht, der den Ablauf zusammenfasse.
Wenn Ihnen dieser Artikel geholfen hat, teilen Sie ihn gerne.