Tokioer Aktienmarkt dreht ins Minus, KI- und Halbleiterwerte belasten; Binnenkonjunkturaktien fest
Verkäufe bei KI- und Halbleiteraktien
Am Vormittag des 6. an der Tokioter Börse drehte der Nikkei-Index ins Minus. Zum Mittag lag er bei 65.266,67 Yen und damit 1033,77 Yen beziehungsweise 1,56% unter dem Vortagesschluss. Nach dem Rückgang der US-Technologiewerte am Vortag weitete sich der Gewinnmitnahmeverkauf bei den zuletzt einseitig gestiegenen Titeln aus den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) und Halbleiter aus. Zusätzlich zur Gegenbewegung nach dem kräftigen Anstieg des Nikkei um 2342 Yen am Vortag belastete auch der Rückgang südkoreanischer Aktien, die eng mit japanischen KI- und Halbleiterwerten korrelieren. Der Index fiel zeitweise um mehr als 1300 Yen und unterschritt die Marke von 65.000 Yen.
Ausstrahlung des US-Technologierückgangs
Am US-Aktienmarkt vom 5. gab der technologielastige Nasdaq Composite erstmals seit fünf Handelstagen wieder nach, und auch der Philadelphia Semiconductor Index (SOX), der aus wichtigen Halbleiterwerten besteht, schloss schwächer. Neben Verkäufen etwa bei Advanced Micro Devices (AMD) drückte im nachbörslichen Handel auch SanDisk deutlich ins Minus, nachdem der Konzern mit seinem Umsatzblick für das Juli-September-Quartal die Markterwartungen verfehlt hatte. Das löste auch Verkäufe bei Halbleiterwerten in Tokio aus.
Binnenkonjunkturwerte steigen
Zusammen mit Kioxia, das Speicherchips gemeinsam mit SanDisk entwickelt, zogen vier Titel, darunter Advantest, Tokyo Electron und SoftBank Group (SBG), den Nikkei um fast 1000 Yen nach unten. An der Prime Market der Tokioter Börse stiegen jedoch 973 Aktien und damit gut 60% des Gesamtmarktes, während 517 fielen und 66 unverändert blieben. Käufe setzten bei Binnenkonjunkturwerten wie Nahrungsmittel- und Einzelhandelsaktien ein. Unterstützend wirkten neben Spekulationen über eine Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus auch die Erwartung, dass der Rückgang der Ölpreise die Kosten der Unternehmen senken dürfte. Zusätzlichen Rückenwind gab die am 5. vom Kabinett beschlossene Linie, den Verbrauchsteuersatz auf Lebensmittel von April 2027 an für zwei Jahre auf 1% zu senken. Ryotaro Sawada, Senior Analyst bei Tokai Tokyo Intelligence Lab, sagte: 'Auch der Rückenwind durch die Senkung der Verbrauchsteuer ist da, und Lebensmittel- und Einzelhandelsaktien dienen als Zufluchtsort für Mittel, die aus Halbleiterwerten abfließen.' Auch bei Mercari und Kao, die starke Geschäftszahlen vorgelegt hatten, wurden Käufe verzeichnet.
Indizes und Handel
Der Topix gab ebenfalls nach und lag zur Mittagspause um 15,13 Punkte beziehungsweise 0,37% niedriger bei 4031,04. Auch der JPX Prime 150 Index schloss den Vormittag im Minus. Das geschätzte Handelsvolumen am Prime Market der Tokioter Börse belief sich zur Mittagspause auf 4,7481 Billionen Yen, das Handelsvolumen auf 1,14845 Milliarden Aktien. Während Fujikura, Ibiden und TDK nachgaben, legten Fast Retailing und Omron zu.
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