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Nippon Steel hebt Ausblick für Gewinnbeitrag von US Steel auf 180 Milliarden Yen an

Nippon Steel: US Steel treibt Gewinn, Beitrag bis März 2027 bei 180 Milliarden Yen

US Steel treibt den Gewinn an

Nippon Steel teilte am 4. mit, dass der Gewinnbeitrag der US-Tochter US Steel im Geschäftsjahr bis März 2027 voraussichtlich 180 Milliarden Yen betragen werde. Der Konzern erwartet einen Konzernnettogewinn nach IFRS von 290 Milliarden Yen, 17-mal so viel wie im Vorjahr, und hob die bisherige Prognose um 70 Milliarden Yen an. In einem schwachen Binnenmarkt wird US Steel damit zur tragenden Säule des Ergebnisses.

In der am selben Tag veröffentlichten Konzernbilanz für den Zeitraum April bis Juni 2026 stiegen die Umsatzerlöse im Jahresvergleich um 40 Prozent auf 2,8211 Billionen Yen, das Periodenergebnis betrug einen Überschuss von 75,2 Milliarden Yen. Im Vorjahreszeitraum hatte ein Fehlbetrag von 195,8 Milliarden Yen zu Buche gestanden; damals belastete ein einmaliger Verlust von 231,5 Milliarden Yen im Zusammenhang mit der Übernahme von US Steel. Diesmal trug die Rückkehr von US Steel in die Gewinnzone zum Ergebnis bei.

Nippon-Steel-Finanzchef Naohiko Iwai sagte bei der Bilanzpressekonferenz: 'US Steel wird als Ertragsmotor die Gruppe anführen.' Das operative Geschäftsergebnis von US Steel ohne Bewertungseffekte auf die Lagerbestände lag im Zeitraum April bis Juni 2026 bei 32,2 Milliarden Yen. Die Gewinnprognose für das Gesamtjahr wurde um 80 Milliarden Yen auf 180 Milliarden Yen angehoben.

Rückenwind vom US-Markt

Nippon Steel übernahm US Steel im Juni 2025 und konsolidierte das Unternehmen ab dem Zeitraum Juli bis September 2025. Der Gewinnbeitrag wurde in diesem Quartal erstmals sichtbar. Neben Kostensenkungen durch entsandte Techniker half auch, dass Zölle ausländische Produkte vom Markt fernhielten und so den US-Stahlmarkt stützten.

Auch die höhere Nachfrage für Rechenzentren für Künstliche Intelligenz und Infrastruktur wirkt unterstützend, sodass die Stahlpreise weiter steigen. Nach Angaben von SteelBenchmarker lag der Stahlpreis in den USA Ende Juli bei 1.219 Dollar je Tonne, rund 27 Prozent über dem Niveau von Ende Juli 2025 vor einem Jahr. Das ist mehr als doppelt so hoch wie die weltweiten Exportpreise.

Auch die Wettbewerber von US Steel legten kräftig zu: Der Gewinn von Nucor, dem größten US-Anbieter, war im Zeitraum April bis Juni 1,9-mal so hoch wie ein Jahr zuvor, und Steel Dynamics, die Nummer zwei unter den US-Elektrostahlherstellern, steigerte ihn um das 1,8-Fache. Iwai sagte jedoch: 'In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres bis März 2027 dürfte es zu einer gewissen Korrektur kommen.' Er betonte, dass es nicht ausreiche, nur auf den Markt zu setzen, sondern dass Synergien und Investitionen umgesetzt werden müssten.

Schwäche im Inland hält an

Im Gegensatz zum boomenden US-Markt bleibt die Lage im Inland wegen der schwachen Binnennachfrage und der durch Überproduktion in China verschlechterten Marktlage schwierig. Auch die Auswirkungen der Probleme im Nahen Osten dürften das operative Ergebnis auf bereinigter Basis für das Gesamtjahr um rund 60 Milliarden Yen drücken.

Das inländische operative Ergebnis auf bereinigter Basis sank im Zeitraum April bis Juni 2026 im Jahresvergleich um 67 Prozent auf 47,1 Milliarden Yen. Für die zweite Jahreshälfte wird eine Erholung erwartet, da Preiserhöhungen bei Stahl auf Basis höherer Rohstoffkosten durchsetzen. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen jedoch nur mit einem Rückgang um 28 Prozent auf 380 Milliarden Yen.

Investitionen zur Stärkung des Inlandsgeschäfts

Nippon Steel treibt auch Investitionen voran, um die Ertragskraft des Inlandsgeschäfts zu stärken. Im August soll im Werk Nagoya in Tokai in der Präfektur Aichi eine neue Warmbandanlage der nächsten Generation mit einem Investitionsvolumen von 270 Milliarden Yen in Betrieb gehen. Damit soll die Produktionskapazität für margenstarken Qualitätsstahl für die Autoindustrie erhöht und der Marktanteil ausgebaut werden.

Ende Juli kündigte das Unternehmen zudem den teilweisen Verkauf von Aktien an NS United Kaiun an. Für eine effizientere Konzernstruktur überprüft Nippon Steel seine Tochtergesellschaften und will die Ertragskraft des Inlandsgeschäfts erhöhen, während auch eine Zusammenarbeit mit externem Kapital geprüft wird.

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