Yen-Kaufintervention am 31. Juli: Regierung und Bank of Japan möglicherweise mit 5 Billionen Yen
Volumen der Intervention von Regierung und Bank of Japan
Die von der Regierung und der Bank of Japan am 31. Juli durchgeführte Devisenmarktintervention zum Kauf von Yen hatte nach Einschätzung des Marktes ein Volumen von rund 5 Billionen Yen. Dies lässt sich aus der von der Bank of Japan am 3. August veröffentlichten Prognose für die Guthaben auf Girokonten am 4. August ableiten. Es wird davon ausgegangen, dass Regierung und Bank of Japan ab dem 30. Juli an zwei aufeinanderfolgenden Tagen intervenierten.
Bei einer Yen-Kaufintervention fließt Geld in die Staatskasse, weil die Bank of Japan Yen am Markt kauft. Dadurch sinken die Guthaben, die private Finanzinstitute bei der Bank of Japan auf Girokonten halten. Da die Abwicklung von Devisengeschäften zwei Geschäftstage später erfolgt, schlägt sich die Wirkung der Intervention vom 31. Juli im Guthabenstand vom 4. August nieder.
Schätzung anhand der Differenz bei den Girokontoguthaben
Kurzfristige Geldmarktmakler, die den Interbankenhandel vermitteln, hatten für den Fall ausbleibender Interventionen mit einem Rückgang der Guthaben auf Girokonten aufgrund von 'fiskalischen und anderen Faktoren' um 5,66 bis 6,7 Billionen Yen gerechnet. Die Prognose der Bank of Japan sah dagegen einen Rückgang um 11,42 Billionen Yen vor. Aus der Differenz lässt sich das Interventionsvolumen auf rund 5 Billionen Yen schätzen. Das Finanzministerium wird am 28. August die Ergebnisse der Devisenmarktinterventionen vom 30. Juli bis zum 26. August veröffentlichen.
Mehrere Yen-Kaufinterventionen in kurzer Folge
Finanzministerin Satuki Katayama veröffentlichte am 3. August eine Erklärung, wonach 'am 31. Juli nach US-Ostküstenzeit in Abstimmung mit dem US-Finanzministerium eine Yen-Kaufintervention durchgeführt wurde'.
Regierung und Bank of Japan hatten bereits am 30. Juli eine Yen-Kaufintervention durchgeführt. Angesichts des Rückgangs der Guthaben auf Girokonten gehen Marktteilnehmer von einem Volumen von 6 bis 7 Billionen Yen aus. Nach Angaben des Finanzministeriums hatten Regierung und Bank of Japan außerdem vom 28. April bis zum 27. Mai Interventionen im Umfang von 11,7349 Billionen Yen vorgenommen.
Der bisherige Jahresrekord für Yen-Kaufinterventionen lag 2024 bei 15,3 Billionen Yen. In diesem Jahr dürfte sich das Gesamtvolumen der Interventionen seit April bereits auf mehr als 20 Billionen Yen belaufen, womit ein neuer Jahresrekord erwartet wird.
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