Investitionspläne für das Fiskaljahr 2026 erreichen dank KI-bezogener Projekte ein neues Rekordhoch
Nach einer von der Nihon Keizai Shimbun zusammengestellten Umfrage zu den Investitionsplänen für das Fiskaljahr 2026 steigt der geplante Betrag für alle Branchen gegenüber dem Vorjahr um 14,2 Prozent auf 35,6734 Billionen Yen. Damit wurde ein Rekordwert erreicht, und das Wachstum überstieg erstmals seit vier Jahren wieder die Marke von 10 Prozent. Die Bandbreite der Investitionen rund um künstliche Intelligenz (AI) weitet sich aus, darunter Rechenzentren, Halbleiter sowie Stromübertragungs- und Verteilanlagen.
KI-bezogene Investitionen weiten sich aus
Die Umfrage wurde unter börsennotierten Unternehmen in Japan und aussichtsreichen Firmen mit einem Kapital von mindestens 100 Millionen Yen durchgeführt. Aus den Antworten von 813 Unternehmen wurden 715 Firmen ausgewertet, nachdem verbundene Unternehmen herausgerechnet worden waren. Die Investitionen des verarbeitenden Gewerbes stiegen um 13 Prozent auf 21,4923 Billionen Yen, die des nicht verarbeitenden Gewerbes um 16,2 Prozent auf 14,1811 Billionen Yen. Unter dem Gesichtspunkt der wirtschaftlichen Sicherheit fielen Investitionen in AI-Infrastruktur und den Energiesektor besonders auf.
Ausstrahlung auf das Umfeld von Rechenzentren
NTT, das bei den Investitionssummen an der Spitze liegt, rechnet angesichts der zunehmenden Nutzung von AI mit einem Anstieg der Ausgaben für Rechenzentren und erwartet einen Zuwachs von 4,5 Prozent auf 2,43 Billionen Yen. Die NTT Data Group will rund 500 Milliarden Yen in Rechenzentren investieren und damit im Jahresvergleich um 30 Prozent zulegen. Präsident Kazuhiko Nakayama sagte: 'Die Nachfrage wächst im Schneeballsystem.' In Rechenzentren werden neben modernen Halbleitern auch Kabel für die optische Kommunikation, elektronische Bauteile, Serverkühlanlagen sowie Anlagen für Stromverteilung und -versorgung eingesetzt.
Investitionen in Industrie und Stromversorgung
Kioxia Holdings setzt den Ausbau der Produktion von NAND-Flash-Speichern fort und plant für das Fiskaljahr 2026 Investitionen von 450 Milliarden Yen, ein Plus von 58,6 Prozent. TDK rechnet mit einem Anstieg um 23,9 Prozent auf 370 Milliarden Yen und will das Geld für die Ausweitung der Produktion von Präzisionsteilen für Festplattenlaufwerke (HDD) verwenden. Sumitomo Electric Industries will die Investitionen im Informations- und Kommunikationsgeschäft, einschließlich Komponenten für Rechenzentren, auf das 2,9-Fache erhöhen. Ein Schwerpunkt liegt auf Investitionen zur Ausweitung der Produktion von optischen Bauelementen, die elektrische Signale von Servern in Lichtsignale umwandeln. Präsident Osamu Inoue sagte: 'Um dem Auftragsplus gerecht zu werden, müssen wir vor allem die Produktion ausweiten.'
Auch Stromversorgung und Auslandsinvestitionen steigen
Bei der Stromversorgung, die für den Betrieb von Rechenzentren unverzichtbar ist, plant Hokkaido Electric Power Investitionen von 420 Milliarden Yen, ein Plus von 73,8 Prozent. Grund ist der bevorstehende Start des modernen Halbleiterwerks von Rapidus in Chitose in Hokkaido, der mittel- bis langfristig einen höheren Strombedarf erwarten lässt. Zudem sind Sicherheitsmaßnahmen für Kernkraftwerke vorgesehen, die wieder in Betrieb genommen werden sollen. Die Auslandsinvestitionen, die im Fiskaljahr 2025 angesichts der Zollpolitik der US-Regierung zurückgegangen waren, steigen branchenübergreifend um 1,4 Prozent und damit erstmals seit zwei Jahren wieder. Furukawa Electric will für die Ausweitung der Produktion von Rechenzentrumskomponenten in Südostasien 74,5 Milliarden Yen investieren, das 3,7-Fache des Vorjahres. Nippon Steel rechnet mit einem Anstieg der Investitionen im In- und Ausland um 51,7 Prozent auf 1,43 Billionen Yen und erreicht mit Investitionen in den US-Stahlkonzern US Steel einen Rekordwert.
Energie und Automobilindustrie
Auch zur sicheren Beschaffung von Energieressourcen gibt es Bewegungen. INPEX weitet Investitionen zur Produktionsausweitung in der Öl- und Gasförderung in Südostasien und Australien aus. ENEOS Holdings will mit Investitionen in die Instandhaltung und Erneuerung alternder heimischer Raffinerien die Stabilität der Lieferkette sichern. Nach Branchen lag die Automobilindustrie mit 5,7639 Billionen Yen und einem Plus von 10,1 Prozent an der Spitze. Honda will vor dem Hintergrund einer Überarbeitung seiner Strategie für Elektrofahrzeuge 1,25 Billionen Yen investieren, ein Plus von 66,4 Prozent. Bis zum Fiskaljahr 2029 plant der Konzern die Einführung von 15 Hybridmodellen und will das Geld für den Ausbau der Produktionslinien einsetzen.
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