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Erdbeben in Kumamoto weitet Stillstände in Autofabriken aus – Teileversorgung gerät ins Stocken

Erdbeben in Kumamoto weitet Stillstände in Autofabriken aus

Infolge des Erdbebens in Kumamoto weiten sich die Produktionsstopps bei Autobauern und Zulieferern aus. Hondas Kumamoto-Werk in Ōzu, Präfektur Kumamoto, wurde beschädigt; eine Wiederaufnahme der Produktion ist frühestens ab dem 17. vorgesehen. Verzögerungen bei der Teileversorgung treffen auch Werke von Mitsubishi Motors und Toyota auf Honshu.

Das Honda-Kumamoto-Werk ist der einzige inländische Zweirad-Produktionsstandort des Konzerns, an dem auch Motorräder hergestellt werden; die Jahreskapazität beträgt 320.000 Einheiten. Wegen Leckagen und Überschwemmungen wurde die Produktion bis zum 7. gestoppt, anschließend geht das Werk bis zum 16. in die Sommerpause. Ein Produktionsstart ab dem 17. ist noch ungewiss.

Auswirkungen entlang der Lieferkette

Ein Honda-Manager sagte: 'Da die Lage bei allen Zulieferern nicht vollständig bekannt ist, ist eine Entscheidung über den Betriebsstart schwierig.' Die Autoproduktion arbeitet häufig ohne hohe Lagerbestände; Zulieferer liefern bei Bedarf. Deshalb können selbst Engpässe bei einzelnen Teilen weitreichende Folgen haben.

Diesmal war Aisin Kyushu in Kumamoto, ein zu Aisin gehörender Hersteller von Türteilen, von Schäden betroffen. Zwar wurden die Reparaturarbeiten begonnen, ein Zeitpunkt für die Wiederaufnahme ist jedoch nicht absehbar. Das Unternehmen liefert nicht nur an Toyota, sondern auch an andere Autobauer; die Folgen weiten sich aus.

Weil sich die Teileversorgung verzögert, hat Mitsubishi Motors die Produktion einiger Modelle im Mizushima-Werk in Kurashiki, Präfektur Okayama, eingestellt, wo vor allem Kleinwagen produziert werden. Nissan stoppt bis zum 5. einen Teil der Produktion in den Tochtergesellschaften Nissan Motor Kyushu in Kanda, Präfektur Fukuoka, und Nissan Shatai Kyushu am selben Standort.

Toyota hat auch im Tahara-Werk in Tahara, Präfektur Aichi, den Betrieb ausgesetzt und die Pause bis zum 7. verlängert. Für drei Werke in der Präfektur Fukuoka wurde die Stilllegung bis zum 5. ausgedehnt; die Auswirkungen reichen damit über Kyushu hinaus.

Auch Zulieferer betroffen

Unter den Zulieferern wurde Astemo durch Schäden im Tochterunternehmen Astemo Uki in Uki, Präfektur Kumamoto, getroffen und stellte die Produktion ein. Ein Wiederanlauf ab dem 3. ist ungewiss.

Denso betreibt in Kitakyushu ein Werk, das unter anderem Komponenten für Autoklimaanlagen herstellt, und auch Konzerngesellschaften sind in Kyushu vertreten. Rund 30 Geschäftspartner des Unternehmens sitzen in Kyushu; bei einem wurde eine Auswirkung des Erdbebens bestätigt, bei 13 wird dies noch geprüft.

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