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Bank of Japan verstärkt Warnung vor Preisaufwärtsrisiken durch höhere Ölpreise, KI-Nachfrage und Yen-Schwäche

Bank of Japan warnt vor Preisaufwärtsrisiken durch höhere Ölpreise, KI-Nachfrage und Yen-Schwäche

Höhere Ölpreise und Unternehmenspreise

Die Bank of Japan (BOJ) verstärkt ihre Wachsamkeit gegenüber einem Aufwärtsrisiko für die Preise. Gouverneur Kazuo Ueda nannte auf einer Pressekonferenz am 31. drei Faktoren als Treiber einer beschleunigten Inflation: höhere Ölpreise im Zusammenhang mit der Lage im Nahen Osten, die Ausweitung der Nachfrage im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) und die Yen-Schwäche. Nur kurz nach der vorherigen Zinserhöhung im Juni signalisierte er zudem die Bereitschaft, bei Bedarf weitere Zinsanhebungen vorzunehmen.

Ueda sagte bei der Pressekonferenz nach der am selben Tag abgehaltenen Sitzung des geldpolitischen Ausschusses, er habe 'drei wichtige Punkte als wesentliche Risikofaktoren' genannt, und erläuterte wiederholt die preistreibenden Elemente. Auch im Juli-Bericht zu den Wirtschafts- und Preisentwicklungen verwies die BOJ mit Blick auf die angespannten Verhältnisse im Nahen Osten auf höhere Ölpreise und stellte fest, dass 'die Preisweitergabe von den höheren Ölpreisen ausgehend etwas schneller voranschreitet'. Die Bank analysierte, dass die Auswirkungen mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine breite Palette von Endprodukten übergreifen werden.

Der Verbraucherpreisindex (CPI) des japanischen Innenministeriums stieg im Juni auf Basis ohne frische Lebensmittel um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im sogenannten BOJ-CPI, bei dem die Wirkung staatlicher Preismaßnahmen wie Steuersenkungen und Subventionen herausgerechnet wird, lag der Anstieg jedoch mit 2,7 Prozent weiter auf hohem Niveau. Die BOJ beobachtet, dass steigende Preise auf vorgelagerten Stufen zeitverzögert auf den CPI im Endverbrauch durchschlagen, etwa weil der Unternehmenspreisindex, der die zwischen Unternehmen gehandelten Waren abbildet, im Juni um 7,1 Prozent zulegte.

Bei Rohstoffen aus dem Nahen Osten kommen inzwischen mehr alternative Beschaffungsquellen zum Einsatz, weshalb die Auswirkungen auf die Produktion derzeit begrenzt sind. Allerdings sind die Transportkosten gestiegen. Laut den Handelsstatistiken für Juni ging das Importvolumen von Rohöl im Vergleich zum Vorjahresmonat um 10 Prozent zurück, während der Importwert um 60 Prozent stieg und der Importstückpreis deutlich zunahm.

Auswirkungen von KI-Nachfrage und Yen-Schwäche

Das zweite von der BOJ genannte Risiko ist die weltweite Expansion der KI-bezogenen Industrie. Ein höherer Bedarf an Halbleitern für KI führt zu Preissteigerungen im Handel zwischen Unternehmen. Ueda sagte: 'Die Speicherchippreise sind deutlich gestiegen, und das ist einer der Punkte, die als jüngster Inflationsanstieg und künftiger Aufwärtsfaktor Beachtung verdienen.'

Auch im Bericht zu den wirtschaftlichen Aussichten wies die BOJ darauf hin, dass die Preise für Rohstoffe wie Kupfer und für Maschinen im Handel zwischen Unternehmen steigen und dies auf eine breite Palette von Gütern auf Verbraucherebene übergreifen könnte. Innerhalb der BOJ gibt es zudem die Ansicht, dass die Stärke des KI-Booms die Gesamtwirtschaft und die Aktienkurse stützt und so auf diesem Weg die Inflation antreibt.

Das dritte Risiko ist die Yen-Schwäche. Im Bericht zu den Aussichten hieß es, der derzeit kräftige Anstieg der Importpreise wirke in Richtung höherer Preise für eine breite Palette von Gütern, einschließlich langlebiger Konsumgüter. Ueda sagte ebenfalls, die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen auf die Preise seien größer geworden als zuvor, und erklärte: 'Wenn man auf die vergangenen rund zwölf Monate blickt, hat der Yen in gewissem Ausmaß an Wert verloren.'

Die BOJ hob bei ihrer Sitzung im Juni den Leitzins auf 1,0 Prozent an und brachte ihn damit auf den höchsten Stand seit 31 Jahren. Sie hält jedoch weiterhin an der Ansicht fest, dass die Finanzierungsbedingungen nach wie vor locker sind. Ueda sagte: 'Wenn wir zu dem Schluss kommen, dass die Finanzierungsbedingungen zu locker sind, könnte es sein, dass wir das Tempo der Zinserhöhungen beschleunigen.'

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