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KI-Investitionen treiben weltweite M&A im ersten Halbjahr auf Fünfjahreshoch

KI-getriebene M&A-Aktivitäten erreichen im ersten Halbjahr Fünfjahreshoch

Kapital fließt in KI-bezogene Bereiche

Laut Daten der London Stock Exchange Group (LSEG) seit 2000 belief sich das weltweite M&A-Volumen (Fusionen und Übernahmen) von Januar bis Juni auf 2,8473 Billionen Dollar (rund 450 Billionen Yen) und lag damit 50% über dem Vorjahreszeitraum. Es war der höchste Wert für ein erstes Halbjahr seit fünf Jahren; die verschärfte Konkurrenz bei der KI-Entwicklung trieb Großtransaktionen nach oben.

Der durchschnittliche Kaufpreis je Transaktion stieg um 64% auf 115,82 Millionen Dollar und lag damit 40% über dem Niveau von vor fünf Jahren. Die Zahl der Deals sank dagegen um 10% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Besonders auffällig waren Transaktionen mit US-Unternehmen als Käufer; der Anteil der USA am weltweiten Kaufvolumen erreichte 56% und damit ein Rekordhoch, noch über dem Wert aus dem Zeitraum Januar bis Juni 2019.

Die Übernahme des KI-Entwicklers xAI durch das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX war die größte M&A-Transaktion im ersten Halbjahr. Der Kaufpreis wurde nicht veröffentlicht, dürfte aber bei rund 250 Milliarden Dollar liegen. Im Juni entschied sich das Unternehmen zudem, einen US-Startup-Anbieter von KI-Diensten für Programmierung für 60 Milliarden Dollar zu übernehmen.

Umstrukturierung in Strom- und Rechenzentrumsbranche

Für die KI-Entwicklung sind stromintensive Rechenzentren unverzichtbar, und auch in den damit verbundenen Energiesektoren schreitet die Konsolidierung voran. Der US-Stromversorger NextEra Energy übernimmt den Branchenkollegen Dominion Energy für rund 67 Milliarden Dollar. Auch der US-Vermögensverwalter BlackRock und weitere Investoren wollen gemeinsam mehr als 10 Milliarden Dollar in die Übernahme des US-Stromriesen AES investieren.

Auch Beteiligungen an großen KI-Anbietern reihten sich aneinander. Das US-Unternehmen OpenAI nahm 110 Milliarden Dollar auf; Amazon.com beteiligte sich mit 50 Milliarden Dollar, während Nvidia und die SoftBank Group jeweils 30 Milliarden Dollar investierten. Auch Anthropic erhielt im Mai von Investmentgesellschaften und anderen Investoren eine Beteiligung in Höhe von 65 Milliarden Dollar. Keitaro Nitta, stellvertretender Direktor und Leiter des M&A-Geschäfts bei Nomura Securities, sagte: 'Die massiven Investitionen der Tech-Giganten in KI und Rechenzentren sind der Auslöser, und auch in den verwandten Branchen nimmt die M&A-Aktivität zu. Teilweise gibt es auch Anzeichen von Überhitzung.'

Japanische Unternehmen mit Rekord bei der Zahl der Deals

Auch die M&A-Aktivität japanischer Unternehmen blieb lebhaft. Die Zahl der Transaktionen stieg um 6% auf 1.933 und erreichte einen neuen Höchststand. Selbst in einem Umfeld, in dem der schwache Yen den Kaufpreis ausländischer Unternehmen in die Höhe treibt, hat sich die Haltung nicht geändert, M&A als Kern der Wachstumsstrategie zu positionieren.

Das Kaufvolumen sank um 40%. Im Vorjahreszeitraum hatten Großtransaktionen wie die von Toyota Motor und anderen getragene Delistung von Toyota Industries im Wert von rund 5,9 Billionen Yen sowie die vollständige Tochtergesellschaftsbildung von NTT Data Group durch NTT im Wert von rund 2,3 Billionen Yen das Ergebnis nach oben verzerrt. Davon blieb nun der Gegeneffekt. Die größte Transaktion war die Beteiligung der SoftBank Group an OpenAI. Es folgte die Übernahme des US-Erdgasriesen Anson durch Mitsubishi Corp. im Wert von rund 1,2 Billionen Yen. Neben Übernahmen ausländischer Unternehmen fielen auch Verkäufe von Tochtergesellschaften und Geschäftseinheiten im Zuge von Überprüfungen der Ertragsstruktur auf; die Präsenz von Investmentfonds nimmt zu.

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