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Auswirkungen des Erdbebens in Kumamoto weiten sich auf Logistik und Kommunikation aus, Unternehmen reagieren schnell

Erdbeben in Kumamoto trifft Logistik und Kommunikation breit - Unternehmen schränken Lieferungen und Netze ein

Logistikkonzerne stellen Abholung und Zustellung ein

Nach dem Erdbeben mit einer maximalen Intensität von 7, das am 28. in der Präfektur Kumamoto auftrat, weiten sich die Auswirkungen auf Logistik und Kommunikation auf die gesamte Unternehmensaktivität aus. Nippon Express, Yamato Transport, Sagawa Express und Japan Post haben Zustellung und Abholung nacheinander eingeschränkt; zudem gibt es Störungen bei Mobilfunk- und Festnetzanschlüssen.

Nippon Express stellte am 29. in Teilen der Präfektur Kumamoto, ausgenommen Gebiete wie die Stadt Amakusa, die Abhol- und Zustelldienste für den Tag ein. Yamato Transport stoppte landesweit die Annahme von Sendungen mit Herkunfts- oder Zielort in der Präfektur Kumamoto und setzte in der Präfektur Abholung und Zustellung aus. Pakete für Kumamoto, die am 27. und 28. angenommen worden waren, werden an die Absender zurückgeschickt. Sendungen, die bis zum 28. in den Niederlassungen der Präfektur für die Zustellung eingegangen waren, werden nicht zugestellt; Abholungen durch Kunden am Zielort werden jedoch weiterhin angenommen.

Sagawa Express hat am 29. die Abholung und Zustellung in verschiedenen Teilen der Präfektur eingestellt, darunter im Süden der Stadt Kumamoto und in der Stadt Yatsushiro. Auch Japan Post stoppte die Annahme von Yu-Pack und anderen Sendungen mit Herkunfts- oder Zielort in der gesamten Präfektur Kumamoto. Am 29. blieben in allen Postfilialen der Präfektur die Schalter geschlossen; das Einwerfen von Briefen ist zwar möglich, doch bis 9 Uhr am selben Tag wurde auch die Leerung der Briefkästen eingestellt.

Störungen bei der Kommunikation weiten sich auf mehr als 100 Mobilfunkmasten aus

Auch die Auswirkungen auf die Kommunikation nehmen zu. Bei SoftBank war seit dem frühen Morgen des 29. in Teilen der Präfektur Kumamoto der Kommunikationsdienst nur eingeschränkt nutzbar. Insgesamt waren bei den vier Anbietern mehr als 100 Mobilfunkmasten betroffen, und die Unternehmen drängen auf Maßnahmen wie Netzwerk-Sharing.

Laut SoftBank trat ab etwa 2.30 Uhr am 29. in Teilen der Präfektur die Situation auf, dass Kommunikationsdienste nicht oder nur schwer nutzbar waren. In Gebieten, in denen der durch das Erdbeben verursachte Stromausfall andauert, erschöpften sich unter anderem die Batterien; in der Präfektur sind 10 Mobilfunkmasten außer Betrieb. Auch bei drei Unternehmen, darunter NTT Docomo, gab es bis zum Stand vom 28. Beeinträchtigungen im Mobilfunkdienst, und bei KDDI sind mehr als 80 Mobilfunkmasten in der Präfektur betroffen und außer Betrieb.

Auch Festnetzverbindungen sind betroffen. Bei KDDI sind mehr als 10.000 in der Präfektur angebotene Glasfaseranschlussdienste beeinträchtigt. Bei NTT Docomo Business sind mehr als 150 der privaten Leitungen betroffen, die das Unternehmen in der Präfektur für Firmen und Kommunen bereitstellt. Die Unternehmen bieten Katastrophen-Nachrichtendienste an, und Anbieter wie SoftBank stellen öffentliches WLAN kostenlos zur Verfügung. Seit dem 28. wird zudem im Rahmen von 'JAPAN Roaming', dem grenzüberschreitenden Roaming für Notfälle zwischen Anbietern, das Netzwerk geteilt. Nach Angaben des Ministeriums für Inneres und Kommunikation haben NTT Docomo, Rakuten Mobile und NTT West Verbindungspersonen an das Präfekturamt Kumamoto entsandt und sind dort im Einsatz.

Einzelhandel und Produktion nehmen teilweise wieder den Betrieb auf

Tsuruha Holdings teilte mit, dass die Kette 'Drug Eleven' in der Präfektur Kumamoto am 29. den Betrieb in drei Filialen, darunter dem Laden am JR-Bahnhof Kumamoto, einstellen wird. Die übrigen Filialen sollen unter anderem durch Personal aus anderen Standorten unterstützt werden und den Betrieb wieder aufnehmen, sobald die Sicherheit bestätigt ist. Zudem werden Vorbereitungen getroffen, um Wasser und andere Hilfsgüter zu versenden.

Kura Sushi erklärte am 29., dass es nach dem Erdbeben des Vortags in fünf von sechs Filialen in der Präfektur Kumamoto den Betrieb wieder aufgenommen habe, nachdem er dort ausgesetzt worden war. Damit beschränkte sich die Schließung nur noch auf die Filiale in Yatsushiro, in der Teile der Ausstattung heruntergefallen waren.

Auch in der Fertigungsindustrie läuft der Betrieb teilweise wieder an. Toyota Motor Kyushu, die Produktions-Tochter von Toyota Motor, nahm am Morgen des 29. den Betrieb in drei Werken in der Präfektur Fukuoka wieder auf. Über den Betrieb ab dem Abend desselben Tages wird später entschieden. Das Werk von Denso in Kitakyushu arbeitet weiterhin normal.

Im Verkehr stellte JR Kyushu ab dem ersten Zug des 29. den Betrieb der gesamten Kyushu Shinkansen-Linie (Hakata bis Kagoshima-Chuo) ein. Grund sind Inspektionen von Gleisen und Anlagen nach dem Erdbeben in Kumamoto; die Strecke zwischen Kumamoto und Kagoshima-Chuo bleibt den ganzen Tag über außer Betrieb. Die Nishi-Kyushu Shinkansen verkehrt weiterhin planmäßig.

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