Taiwan nimmt Mann wegen illegalen Exports von KI-Servern fest, mutmaßlich Nvidia-Mitarbeiter
Verdacht auf Fälschung von Exportdokumenten
Die taiwanische Staatsanwaltschaft teilte am 28. mit, sie habe einen Mann wegen des Verdachts auf Beteiligung an der illegalen Ausfuhr von Servern für künstliche Intelligenz (KI) nach China festgenommen. Nach Angaben von Beteiligten ist der Mann Mitarbeiter des US-Unternehmens Nvidia und soll an der Fälschung von für die Exportprüfung erforderlichen Unterlagen beteiligt gewesen sein.
Die Ermittlungen sind die dritte großangelegte Razzia
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Keelung wurde der Mann am 24. befragt, und sein Wohnsitz sowie seine Arbeitsstätte wurden durchsucht. Taiwanische Medien berichteten, der Verdächtige stehe im Verdacht, im Zuge der Prüfung der Kaufberechtigung von Kunden an der Erstellung unrechtmäßiger Dokumente beteiligt gewesen zu sein.
Die taiwanischen Behörden setzen ihre Ermittlungen zu illegalen Exporten von KI-Servern nach China fort. Im Mai wurden drei beteiligte Personen festgenommen, weil sie im Verdacht standen, Dokumente gefälscht und leistungsstarke Server des US-Unternehmens Super Micro Computer nach China exportiert zu haben.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die mutmaßliche Schmugglergruppe in Taiwan beschaffte KI-Server über Japan nach Hongkong brachte und sie schließlich nach China weiterleitete. Im Juni wurden zudem Beteiligte der taiwanischen Tochtergesellschaft von Super Micro festgesetzt; die jüngste Ermittlung ist damit die dritte großangelegte Razzia.
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