Takaichi will Gesetzentwurf zur Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel nach überparteilichen Gesprächen rasch vorlegen
Entscheidung über die Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel überparteilich
Am 27. sagte Ministerpräsidentin Sanae Takaichi bei einer Pressekonferenz im Amtssitz des Premierministers nach dem Ende der außerordentlichen Parlamentssitzung, sie wolle den Gesetzentwurf zur Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel zügig vorlegen, nachdem überparteilich ein Ergebnis erzielt worden sei. Sie sagte, die Bürger sollten die Wirkung der Entlastung so schnell wie möglich spüren.
Sie erklärte, sie werde die endgültige Entscheidung auf Grundlage der Beratungen im überparteilichen Nationalen Rat für Sozialversicherung treffen. Der Vorsitzende der Liberaldemokratischen Partei, Itsunori Onodera, hat einen Vorsitzendenplan vorgelegt, der vorsieht, den Steuersatz für Lebensmittel ab April 2027 auf 1% zu senken und im Herbst desselben Jahres Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen einen Betrag in Höhe von '1%' auszuzahlen.
Die Opposition lehnt eine Steuersenkung mehrheitlich ab, und die Abstimmung gestaltet sich schwierig. Die Ministerpräsidentin sagte, die Einschätzung, dass die Last für Menschen mit niedrigem und mittlerem Einkommen, die unter den hohen Preisen sowie Steuer- und Sozialversicherungsbeiträgen leiden, rasch verringert werden sollte, könne von Regierungs- und Oppositionsparteien geteilt werden.
Regierungsführung und künftige Aufgaben
Die LDP hatte im Unterhauswahlkampf im Februar ein auf zwei Jahre befristetes Nullsteuerversprechen für Lebensmittel abgegeben. Takaichi sagte, sie wolle bis zuletzt prüfen, welche Methode für die Bürger die beste Entlastung biete, sowohl in Bezug auf Umfang als auch auf Geschwindigkeit.
Zu einer für nach dem Sommer erwarteten Kabinettsumbildung und Personalfragen in der LDP sagte sie, derzeit gebe es nichts zu sagen. In der außerordentlichen Parlamentssitzung hätten sich Kabinettsmitglieder und Parteifunktionäre mit ganzer Kraft für die Umsetzung der Regierungsversprechen und den Beschluss der von der Regierung eingebrachten Gesetzentwürfe eingesetzt, erklärte sie.
Zu der Möglichkeit, die Koalition etwa mit der Demokratischen Partei für das Volk zu erweitern, äußerte sie sich nicht, da dies auch vom Willen der anderen Seite abhänge. Gleichzeitig betonte sie, ohne politische Stabilität seien weder eine kräftige Wirtschaftspolitik noch Außen- und Sicherheitspolitik voranzubringen.
Erfolge dieser Parlamentssitzung und wirtschaftspolitische Maßnahmen
Takaichi sagte über die laufende Parlamentssitzung, alle 64 von der Regierung eingebrachten Gesetzentwürfe seien verabschiedet worden. Als Erfolge nannte sie die Änderung des Kaiserhausgesetzes sowie das Gesetz zur Einrichtung des Nationalen Informationsamts als Schaltzentrale für die Nachrichtendienste.
Sie verwies auch auf die alternative Beschaffung von Rohöl unter Berücksichtigung der Lage im Nahen Osten und auf Maßnahmen gegen die hohen Preise. Mit einem Reservefonds von 2,5 Billionen Yen würden die nötigen Schritte flexibel ergriffen. Zudem betonte sie, Japan verzeichne unter den sieben führenden Industriestaaten die niedrigste Preissteigerungsrate.
Sie verwies auf den Anstieg des Nikkei-Durchschnitts seit dem Amtsantritt der Regierung und das Wachstum der Reallöhne und sagte, die japanische Wirtschaft komme hörbar in Gang. Um private Investitionen auf Basis der Wachstumsstrategie anzuregen, solle der Haushaltsentwurf für das Fiskaljahr 2027 als erstes Jahr einer verantwortungsvollen expansiven Finanzpolitik ausgearbeitet werden.
Auf die Frage nach einer Selbstkritik an der außerordentlichen Parlamentssitzung sagte sie zunächst, es gebe keine besonderen Punkte. Wenn überhaupt, müsse man die Botschaften an die Märkte und die Kommunikation mit den Märkten noch stärker berücksichtigen.
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