Trump erwägt vorerst Verzicht auf Großangriff gegen Iran
Hintergrund der Entscheidung gegen einen Angriff
Die New York Times berichtete am 25. Juni, dass US-Präsident Donald Trump den von ihm erwogenen Großangriff auf Iran vorerst nicht durchführen will. Bei Gesprächen mit engen Vertrauten am 24. Juni seien Sorgen über schwindende Bestände an Luftabwehrraketen und das Risiko einer Ausweitung der Kämpfe auf den gesamten Nahen Osten geteilt worden.
Verhandlungen sollen Vorrang haben
Auch die Gefahr einer Ausweitung auf die globale Energiekrise und eine Verschlechterung der Beziehungen zu den Verbündeten in der Golfregion waren dem Bericht zufolge Faktoren für die Entscheidung. Laut NYT habe unter den an den Gesprächen beteiligten Vertrauten kaum jemand den Plan für einen Großangriff unterstützt. Trump sagte am 24. Juni vor Journalisten, es gebe Spielraum für neue Gespräche mit Iran, und erklärte: 'Wir sind bereit, es umzusetzen, aber wir sprechen gerade mit ihnen.'
Militärische Grenzen und Luftangriffsplan
Viele Vertraute, darunter Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, hätten vorgeschlagen, den wirtschaftlichen Druck aufrechtzuerhalten und zugleich die Gespräche mit Iran fortzusetzen. Der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, General Dan Caine, sagte zwar, eine Großoperation sei durchführbar, warnte jedoch, dass die Bestände des US-Zentralkommandos an Abfangraketen auf ein gefährliches Niveau sinken könnten. Laut dem US-Nachrichtenportal Axios erhielt Trump am Nachmittag des 24. Juni einen Bericht des US-Militärs über einen Luftangriffsplan gegen Iran, genehmigte ihn jedoch nicht und ordnete an, keinen Angriff zu starten. Das Zentralkommando hatte bis zum 23. Juni 13 Tage in Folge Angriffe durchgeführt.
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