Russland bittet Nordkorea wohl um weitere 30.000 Soldaten, sagt Selenskyj
Bitte um weitere Soldaten aus Nordkorea
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte am 25., Russland habe nach seiner Analyse Nordkorea um die Entsendung von weiteren 30.000 Soldaten gebeten. Ab Juni bereite sich Russland demnach darauf vor, sie in der südrussischen Region Woronesch aufzunehmen.
Selenskyj erklärte zudem, Nordkorea bereite die Lieferung zusätzlicher Abschussvorrichtungen für ballistische Raketen an Russland vor. Die ukrainischen Geheimdienste hätten Russlands Mobilisierungspläne abgefangen.
Personalmangel und Gegenleistung für Unterstützung
Die russische Armee hat an der Front Schwierigkeiten und leidet sichtbar unter Personalmangel. Selenskyj sagte, die russischen Streitkräfte hätten in den sieben Monaten seit Jahresbeginn 225.500 Tote und Verletzte zu beklagen und damit die Zahl von 221.000 eingezogenen Soldaten übertroffen. Russland dürfte darauf abzielen, seine Truppen mit Hilfe Nordkoreas aufzustocken.
Russland und Nordkorea schlossen im Juni 2024 einen 'Vertrag über eine umfassende strategische Partnerschaft', der Bestimmungen enthält, die an das Militärbündnis aus der Zeit des Kalten Krieges erinnern. Nordkorea entsandte 2024 mehr als 10.000 Soldaten nach Russland und beteiligte sich an der Rückeroberung der westrussischen Region Kursk, in die die Ukraine grenzüberschreitend eingedrungen war.
Im Gegenzug für die Entsendung nordkoreanischer Soldaten dürfte Russland unter anderem Raketentechnologie geliefert haben. Selenskyj wies darauf hin, dass dies für asiatische Länder eine Bedrohung darstelle, die innerhalb der Reichweite nordkoreanischer Raketen liegen.
Sorge vor zusätzlicher Mobilmachung
Die Ukraine zeigt sich zunehmend besorgt, dass Russland nach der Duma-Wahl im September eine zusätzliche Mobilmachung einleiten könnte.
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