Kioxia-Kursanstieg lässt Bain 2,5 Billionen Yen Gewinn erzielen, einer der größten PE-Fälle in Japan
Von Bain geführte Übernahme und Veräußerung
Nach dem Kursanstieg von Kioxia Holdings hat der US-Investmentfonds Bain Capital einen Veräußerungsgewinn von rund 2,5 Billionen Yen erzielt, wie sich herausstellte. Damit dürfte es sich bei dem Fall um die bislang größte Rendite eines Private-Equity-Fonds in Japan handeln.
Der Veräußerungsgewinn wurde auf Grundlage von Großaktionärsmeldungen unter Einbeziehung von Special Purpose Companies (SPC) geschätzt. Toshiba Memory, heute Kioxia, wurde 2018 von Bain aus dem damals in der Restrukturierung befindlichen Toshiba über vier SPC übernommen. Zum Zeitpunkt der Beteiligung steuerten auch Apple und Dell aus den USA Kapital bei.
Aktionärsstruktur hat sich deutlich verändert
Im Prospekt zum Börsengang im Dezember 2024 hielten die vier SPC zusammen rund 55 Prozent. Toshiba, das nach dem Verkauf erneut investierte, hielt rund 40 Prozent, HOYA rund 3 Prozent. Als Kioxia-Aktien ab Sommer 2025 anzogen, stiegen Bain und Toshiba in den ernsthaften Verkauf ein.
Bains Japan-Chef Yuji Sugimoto sagte: 'Kurzfristig ist es zyklisch, doch mittel- bis langfristig waren wir überzeugt, dass der Unternehmenswert stärker steigen würde als das Bruttoinlandsprodukt.' Bain hat auch in Nichii Holdings und Skylark Holdings investiert, doch der Kioxia-Deal entwickelte sich zum mit Abstand größten Erfolg.
Einfluss von SK Hynix
Sugimoto sagte: 'Auch die Mitarbeiter teilten sich den Erfolg in Form von Aktienoptionen.' Zwar wurde der Großteil der Aktien verkauft, doch bei Bain bleiben Sugimoto und Partner Shoji Suenokabe im Vorstand von Kioxia.
Unterdessen verbuchte Toshiba im Geschäftsjahr bis März 2026 einen nichtoperativen Gewinn von 2200 Milliarden Yen aus dem Verkauf von Kioxia-Aktien und Neubewertungen. Davon dürften rund 800 Milliarden Yen auf Veräußerungsgewinne entfallen, womit Toshiba auf das eingesetzte Kapital eine Rendite von etwas mehr als dem Zweifachen erzielte.
Laut der jüngsten Großaktionärsmeldung wechselte der größte Aktionär von Bain zu Toshiba, das nun 15 Prozent hält. Der zweitgrößte Aktionär ist eine SPC mit 14 Prozent Beteiligung, deren wirtschaftlicher Eigentümer das südkoreanische Unternehmen SK Hynix ist. SK hält Wandelschuldverschreibungen, die in fast alle Aktien der SPC umgewandelt werden können. Kioxia und SK konkurrieren bei Halbleiterspeichern.
SK brachte 395 Milliarden Yen in die SPC in Form von Wandelschuldverschreibungen mit Aktienoptionsschein ein. SK verfügt derzeit über keine Stimmrechte in der SPC, wird jedoch nach behördlicher Genehmigung nach dem Wettbewerbsrecht in den jeweiligen Ländern ein Aktionär mit Stimmrechten, sobald die Wandelschuldverschreibungen in Aktien umgewandelt werden.
SK ist ein großer Anbieter von NAND-Flashspeicher für Langzeitspeicher und hält einen Weltmarktanteil von rund 20 Prozent. Das Unternehmen plant, 80 Billionen Won, rund 8 Billionen Yen, in eine neue NAND-Fabrik zu investieren und diese in der ersten Hälfte 2029 in Betrieb zu nehmen. Das Investitionsvolumen liegt deutlich über dem von Kioxia.
Kioxia weist im Zusammenhang mit der möglichen Umwandlung der SK-Beteiligung darauf hin, dass SK wegen der Konkurrenzsituation seine Stimmrechte möglicherweise anders ausüben könnte als die Interessen der übrigen Aktionäre. Investoren sollten die komplexe Aktionärsstruktur von Kioxia daher genau im Blick behalten.
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