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Zweite Tranche der US-Investitionen: Citi und JPMorgan übernehmen Finanzierung

US-Banken Citi und JPMorgan beteiligen sich an der Finanzierung der zweiten Tranche der US-Investitionen

US-Banken übernehmen zweite Tranche

Es wurde bekannt, dass Citigroup und JPMorgan Chase sich an der Finanzierung der zweiten Tranche der von Japan und den USA vereinbarten Investitionen in Höhe von 550 Milliarden Dollar (rund 90 Billionen Yen) in den USA beteiligen. Bei Projekten zum Bau von Kraftwerken wechselt damit die Rolle der Geldgeber von den japanischen Banken der ersten Tranche zu US-Banken. Damit ist vorerst ein Weg zur Beschaffung der riesigen Dollarbeträge in Sicht.

Die für die US-Investitionen benötigten Mittel werden von der staatlichen Japan Bank for International Cooperation (JBIC) und privaten Banken gemeinsam finanziert. Der Rahmen des Plans bis zur zweiten Tranche steht fest; gebaut werden Kraftwerke der nächsten Generation und Gaskraftwerke. Die gesamten Projektkosten könnten bis zu 12 Billionen Yen erreichen und damit etwa doppelt so hoch sein wie in der ersten Tranche.

Die beiden US-Banken werden zusammen mit der JBIC zunächst rund 500 Milliarden Yen für zwei Gaskraftwerke finanzieren. Jede Partei trägt ein Drittel; japanische Banken sind nicht beteiligt. Die Kredite sollen jeweils bei neuem Finanzierungsbedarf aufgestockt werden. Die Beteiligung der US-Banken mit ihren umfangreichen Dollarbeständen dürfte die Sorge vor Verzögerungen bei der Mittelbeschaffung vorerst mindern.

Dollarbeschaffung bleibt große Herausforderung

Die größte Herausforderung bei der Finanzierung der US-Investitionen ist weiter, wie die riesigen Dollarbeträge beschafft werden sollen. Rechnet man die von Japan und den USA vereinbarten Projekte grob durch, würden allein die privaten Banken mehr als 40 Billionen Yen in Dollar benötigen. Die Auslands-Kreditbestände der drei Megabanken Mitsubishi UFJ Bank, Sumitomo Mitsui Banking Corp. und Mizuho Bank beliefen sich Ende März zusammen auf rund 140 Billionen Yen; umgerechnet entspräche das einem Aufschlag in Höhe von rund 30 Prozent allein durch die US-Investitionen.

Wenn japanische Banken die Mittel selbst beschaffen, sind der Aufbau von Fremdwährungseinlagen und Dollar-Käufe am Markt die Hauptmittel. Fortgesetzte Dollarkäufe würden den Druck auf den Yen erhöhen. Bei der im April gestarteten ersten Tranche trugen die drei Großbanken den privaten Anteil, und sie hatten der Regierung mitgeteilt, dass zusätzliche Dollarbeschaffung für eine Fortsetzung ab der zweiten Tranche unerlässlich sei und es daher Bedenken hinsichtlich der Finanzierung gebe.

Abstimmung mit der Regierung über Hilfen

Japanische Banken beraten mit dem Finanzministerium und der Bank of Japan über mittel- bis langfristige Wege zur Dollarbeschaffung. Im Raum stehen die Nutzung des staatlichen Devisen-Sonderkontos, eine Operation der Bank of Japan, bei der sie Finanzinstituten Dollar leiht, sowie ein Vorschlag, die Kreditsumme der JBIC zu erhöhen. Auf die Kredite der US-Banken soll die Nippon Export and Investment Insurance (NEXI) eine Garantie geben, um das Verlustrisiko zu begrenzen. Mit der Garantie der japanischen Regierung im Rücken erzielen die US-Banken Erträge aus Japans Investitionen in den USA.

Die Investitionen in den USA wurden im Juli 2025 von beiden Regierungen vereinbart. Sie dienten zunächst als Gegenleistung dafür, die damals gegen Japan verhängten Zölle von rund 25 Prozent auf Autos und andere Waren zu senken, doch wie die Gewinne an die in den USA tätigen japanischen Unternehmen zurückfließen sollen, ist schwer erkennbar. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump kündigte am 23. neue Zölle als Gegenmaßnahme zu der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA an, die Gegenzölle für ungültig zu erklären, und setzte den Satz für Japan auf 12,5 Prozent fest.

Dem japanisch-amerikanischen Abkommen zufolge sollen Banken und andere Institute Dollarkredite 45 Werktage, nachdem der US-Präsident das Investitionsziel ausgewählt und Japan darüber informiert hat, zur Verfügung stellen. Auch die zweite, Mitte März vereinbarte Kredittranche dürfte für die Kraftwerksprojekte fristgerecht umgesetzt werden. Japan liegt bei der Umsetzung der Investitionen in den USA vor anderen Ländern vorn; die südkoreanische Regierung hat am 23. ihre Investitionen im Schiffbau-Sektor ernsthaft gestartet. Auch die Europäische Union treibt die Auswahl von Investitionszielen voran, hat aber noch nicht das Stadium erreicht, in dem mehrere konkrete Projekte wie Japan veröffentlicht werden.

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