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US- und südkoreanische Techriesen schließen Großdeals bei KI-Chips und Rechenzentren

Südkorea und US-Techriesen schließen KI-Chip-Deals über 700 Milliarden Dollar

US- und südkoreanische Techriesen haben im Bereich Halbleiter für künstliche Intelligenz (KI) und Rechenzentren Verträge im Gesamtvolumen von 700 Milliarden Dollar (rund 114 Billionen Yen) geschlossen. Die Zusammenarbeit beider Länder, die über zentrale KI-Technologien verfügen, vertieft sich damit weiter.

Ausbau der Kooperation auf dem KI-Gipfel

Der südkoreanische Präsident Lee Jae-myung veranstaltete am 24. (US-Zeit) in San Francisco die Investitionsveranstaltung 'AI Summit'. Begleitend dazu veröffentlichten US- und südkoreanische Unternehmen nacheinander einzelne Kooperationsvereinbarungen.

An der Veranstaltung nahmen rund 230 Personen teil, darunter Samsung-Chef Lee Jae-yong, der Vorsitzende der SK Group Choi Tae-won sowie Jensen Huang, CEO des US-Chipherstellers Nvidia, Sam Altman, CEO von OpenAI, und Dario Amodei, CEO von Anthropic. Präsident Lee sagte, Südkorea werde zum Hub des weltweiten KI-Marktes.

Reihe einzelner Vereinbarungen

Samsung teilte mit, mit dem US-Konzern Broadcom einen Halbleiter-Bestellvertrag im Volumen von 200 Milliarden Dollar bis 2030 geschlossen zu haben. Dazu gehören die Lieferung von Hochbandbreitenspeicher (HBM) für KI-Rechenzentren sowie die Auftragsfertigung von KI-Halbleitern.

SK erklärte, gemeinsam mit Nvidia eine KI-Infrastruktur im Wert von mehr als 500 Milliarden Dollar aufzubauen. Ein Investitionszeitraum wurde nicht genannt, enthalten sind jedoch eine langfristige Zusammenarbeit bei der HBM-Lieferung sowie der Bau von Rechenzentren. Die Telekom-Tochter SK Telecom kündigte zudem an, Nvidias neueste Grafikprozessoren (GPU) zu beschaffen und ein gigantisches KI-Rechenzentrum der Klasse von bis zu 2 Gigawatt zu errichten.

Auch der südkoreanische Internetkonzern Naver kündigte eine Ausweitung der Kooperation mit Nvidia an. Für den Aufbau von KI-Rechenzentren in Südkorea erhält das Unternehmen 1 Milliarde Dollar von Nvidia und bis zu 9 Milliarden Dollar von der kanadischen Investmentgesellschaft Brookfield. Die Hyundai Motor Group erklärte, sie werde gemeinsam mit Nvidia die Entwicklungsbasis für KI-Roboter aufbauen und auch bei der Ausbildung von Fachkräften zusammenarbeiten.

Südkorea will ins Zentrum der Lieferkette rücken

Vor dem Gipfel traf sich Präsident Lee einzeln mit Spitzenmanagern US-amerikanischer Unternehmen. Huang lobte Lees Förderpolitik für KI und sprach von 'einer goldenen Ära Südkoreas'. Er signalisierte zudem die Absicht, KI-Dienste für Südkorea aufzubauen, indem das Unternehmen eigene Forscher nach Südkorea entsendet und ein großes koreanischsprachiges Sprachmodell (LLM) entwickelt.

Auch mit Altman und Amodei sprach er separat über die Versorgung mit Speicherchips und Pläne für Rechenzentren in Südkorea. Präsident Lee sagte, er werde 'Südkorea zu einem unverzichtbaren wichtigen Land in der globalen KI-Lieferkette machen'.

Durch den rasanten Anstieg der Investitionen in Rechenzentren herrscht Knappheit bei Speicherchips, die Preise steigen. Für US-Techunternehmen ist eine stabile Beschaffung ein zentrales Thema. Samsung und SK Hynix halten bei fortschrittlichen Halbleitern für KI-Rechenzentren einen Marktanteil von 80 Prozent.

Samsung und SK hatten im Juni angekündigt, insgesamt 800 Billionen Won (rund 86 Billionen Yen) zu investieren und vier Halbleiterwerke zu errichten. Choi, der Vorsitzende von SK, sagte bei der Veranstaltung am 24., die in den Jahren 2026 und 2027 benötigte Rechenkapazität sei 'enorm', und selbst die bisherigen Investitionspläne könnten 'zu klein sein'.

Während Südkorea seine Beziehungen zu US-KI-Unternehmen über Halbleiter vertieft, stellt Japan die 'Physical AI' in den Mittelpunkt der Zusammenarbeit - also KI, die Maschinen und Roboter eigenständig bewegt. In Japan, wo die Industrie stark ist, gilt die Annahme, dass Daten aus der Praxis einen hohen Wert haben, als Hintergrund. Als Huang Mitte Juli Japan besuchte, kündigte er Kooperationen mit Toyota Motor, Hitachi und Mitsubishi Heavy Industries an.

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