SpaceX' Starship landet nach einstündigem Flug im Meer, Probleme beim erneuten Zünden bleiben
Einstündiger Flug und erfolgreiche Wasserung
Die von dem US-Raumfahrtunternehmen SpaceX am 24. gestartete Starship-Rakete, die größte Rakete der Welt, wasserte nach einem rund einstündigen Flug nahezu unbeschädigt im Indischen Ozean. Bisher endete eine Wasserung oft mit einer Explosion, diesmal wurde erstmals per Online-Übertragung gezeigt, wie das System weich aufsetzte und auf dem Meer trieb.
Probleme beim erneuten Zünden des Boosters
Bei den Triebwerken, die im Mittelpunkt des Tests standen, blieben allerdings weiter Probleme bestehen. Starship besteht aus dem oberen Raumschiffteil und dem unteren Booster, doch beim Unterteil konnten einige Triebwerke nicht erneut gezündet werden, sodass es mit höherer Geschwindigkeit als erwartet wasserte. Ein SpaceX-Mitarbeiter, der die Übertragung online begleitete, sagte, man habe eine ruhigere Wasserung angestrebt, es sei jedoch eine beträchtliche Geschwindigkeit gewesen.
Starlink-Satelliten erfolgreich ausgesetzt
Bei einem weiteren Testpunkt, dem Aussetzen von Satelliten für den Kommunikationsdienst Starlink, gelang der Einsatz von 20 neuen Satelliten in die Umlaufbahn. Die diesmal ausgebrachten Satelliten bieten die zehnfache Kommunikationskapazität der bisherigen Version, sind jedoch größer und können von bestehenden Raketen nicht transportiert werden. Nach dem Aussetzen wurde die Kommunikationsverbindung zu allen 20 Satelliten bestätigt, anschließend traten sie zusammen mit Starship wieder in die Atmosphäre ein und wurden zerstört.
Hürden auf dem Weg zur vollständigen Wiederverwendung
Bei künftigen Starts wird im Blick stehen, ob sich die vollständige Wiederverwendung von Ober- und Unterstufe umsetzen lässt. Diesen Punkt hatte SpaceX diesmal nicht in den Test aufgenommen, doch für eine kommerzielle Nutzung und niedrigere Startkosten ist Wiederverwendung unverzichtbar. SpaceX zielt auf eine kommerzielle Nutzung bis 2026, doch Herausforderungen bleiben zahlreich, darunter die Serienfertigung und die Sicherung von Startkapazitäten. Am 23. berichtete Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise, das Unternehmen werde nach 2028 keine Reservierungen mehr für Falcon 9 annehmen, was darauf hindeutet, dass SpaceX mit einem Übergang zu Starship rechnet.
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