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Gesetz über die Nebenhauptstadt verabschiedet, institutionelle Vorkehrungen gegen Tokios Dominanz schreiten voran

Gesetz über die Nebenhauptstadt verabschiedet, stärkt Ansiedlung von Unternehmen als Alternative für die Region Tokio

Gesetz über die Nebenhauptstadt verabschiedet, Ausbau von Ersatzfunktionen für die Region Tokio

In der Plenarsitzung des Oberhauses am 24. wurde das Gesetz über die Nebenhauptstadt verabschiedet und damit beschlossen. Bei schweren Katastrophen soll es die Verwaltungs- und Wirtschaftsfunktionen der Region Tokio ersetzen. Mit Steueranreizen und anderen Maßnahmen sollen Unternehmen in von der Regierung ausgewählte Städte gelockt werden, um die Konzentration auf Tokio zu korrigieren.

Abstimmung mit 123 Ja- und 121 Nein-Stimmen

Mitglieder der Liberaldemokratischen Partei, von Nippon Ishin no Kai, Team Mirai und unabhängige Abgeordnete stimmten zu, während sich unter anderem die Konstitutionell-Demokratische Partei und die Demokratische Partei für das Volk dagegen aussprachen. Von insgesamt 244 abgegebenen Stimmen entfielen 123 auf Ja und 121 auf Nein. Das Gesetz über die Nebenhauptstadt ist ein von LDP und Ishin gemeinsam eingebrachtes Abgeordnetengesetz und legt unter anderem die erforderlichen Strukturen der lokalen Verwaltung als Voraussetzungen fest. Ishin hatte vor dem Ende der Sitzungsperiode am 25. auf eine Verabschiedung noch in dieser Parlamentsrunde gedrängt.

Unternehmensansiedlung und Kriterien für die Auswahl

Der Gesetzentwurf sieht drei Säulen vor: 1. Stärkung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit und Bildung von Zentren wirtschaftlicher Aktivität, 2. Ausbau von Verkehrsnetzen und städtischer Infrastruktur, 3. Aufbau von Standorten für staatliche Einrichtungen und spezielle Körperschaften. Auch Steuervergünstigungen für Unternehmen, die ihren Hauptsitz aus Tokio verlegen, sind vorgesehen. Osaka, Nagoya, Fukuoka und Sapporo haben Interesse signalisiert.

Bewerbungen um den Status einer Nebenhauptstadt sollen von den Präfekturen nach vorherigem Beschluss der Versammlung eingereicht werden; die endgültige Bestimmung trifft der Ministerpräsident. Maßgeblich sind dabei unter anderem die Lage staatlicher Verwaltungsbehörden, Bevölkerungs- und Wirtschaftskonzentrationen sowie die Strukturen der lokalen Verwaltung. Die Auswahl einer Nebenhauptstadt soll auch vor der Ausarbeitung eines grundlegenden Plans für die Einrichtung möglich sein.

Konflikt um den Osaka-Metropolis-Plan

In der Beratung des Gesetzentwurfs am 24. war die größte Streitfrage, ob ein Referendum am selben Tag wie die einheitlichen Kommunalwahlen abgehalten werden soll, was mit dem von Ishin angestrebten Osaka-Metropolis-Plan zusammenhängt. Ishin-Chef und Gouverneur von Osaka, Hirofumi Yoshimura, wirbt für die Verwirklichung des Plans, um Osaka als Nebenhauptstadt zu qualifizieren. Vorgesehen ist die Auflösung der Stadt Osaka und ihre Neuordnung in mehrere Sonderbezirke; zudem wird ein Referendum am selben Tag wie die einheitlichen Kommunalwahlen im Frühjahr 2027 erwogen.

Die Opposition verwies darauf, dass ein Referendum am selben Tag wie die Kommunalwahlen nach dem Gesetz über öffentliche Ämter Einschränkungen für politische Aktivitäten mit sich bringen könnte, mit denen für oder gegen das Vorhaben geworben wird. Sie hatte erklärt, einer Abstimmung nur dann zuzustimmen, wenn die Regierungsseite eine gleichzeitige Durchführung verbindlich ausschließt.

Verlängerung der Sitzungsperiode abgewendet

Die Vorsitzenden der Parlamentsausschüsse für das Oberhaus von Regierung und Opposition führten am 24. wiederholt Gespräche über die Abstimmung und versuchten, den Konflikt beizulegen. Die Regierungsseite nahm schrittweise Forderungen der Opposition auf, und auch Ishin stimmte einer Änderung des Wortlauts einer Begleitresolution zu, die ein Verbot der gleichzeitigen Durchführung von Kommunalwahlen und Referendum betrifft. Innerhalb der Regierungskoalition war erwogen worden, die Sitzungsperiode erneut zu verlängern, falls die Opposition einer Abstimmung am selben Tag nicht zustimmen sollte. Dies wurde schließlich vermieden.

Die Regierung richtet eine Zentrale zur Förderung des Ausbaus der Nebenhauptstadt ein, die vom Ministerpräsidenten geleitet wird, um die Maßnahmen zu koordinieren. Auch zuständige Minister sollen ernannt werden. Ishin sieht darin einen Anlass, bei der nächsten Kabinettsumbildung erstmals in die Zusammenarbeit innerhalb des Kabinetts einzutreten. Der frühere Ishin-Vorsitzende Nobuyuki Baba nannte in einer am 15. veröffentlichten Internet-Sendung den Posten des Innen- und Kommunikationsministers als eine der wünschenswerten Positionen. Das Ressort ist für das lokale Verwaltungssystem zuständig, das für die Einrichtung einer Nebenhauptstadt relevant ist.

Weil sich die Gespräche zwischen Regierung und Opposition bis spät am Abend des 24. hinzogen, wurde die für denselben Tag geplante intensive Beratung im Haushaltsausschuss des Unterhauses unter Beteiligung von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi abgesagt. Sie soll am 27. stattfinden.

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