Kōzō Okamoto ist gestorben, teilt die PFLP zum Schusswaffenangriff in Tel Aviv mit
Der Vorfall und die Folgen
Die militante Organisation 'Volksfront zur Befreiung Palästinas' (PFLP), die die Befreiung Palästinas von Israel fordert, teilte am 23. mit, dass Kōzō Okamoto (78), ein international gesuchtes Mitglied der Japanischen Roten Armee, gestorben sei. Es ging um den Schusswaffenangriff von 1972 auf einem Flughafen in einem Vorort von Tel Aviv in Israel, bei dem mehr als 20 Menschen starben.
Nach Angaben der PFLP erhielt Okamoto im Libanon, wo er politisches Asyl erhalten hatte, Unterstützung von der Organisation und starb in einem Vorort der Hauptstadt Beirut.
Hintergrund von Festnahme und Freilassung
Okamoto wurde unmittelbar nach dem Vorfall von den israelischen Behörden festgenommen und zu lebenslanger Haft verurteilt. Später kam er im Rahmen eines Gefangenenaustauschs 1985 frei und war danach vom Libanon aus aktiv.
1997 wurde er zusammen mit vier weiteren Mitgliedern von den libanesischen Behörden wegen des Verdachts auf Reisepassfälschung festgenommen und verurteilt. Im Jahr 2000 verbüßten die vier ihre Strafe und wurden nach Japan abgeschoben, Okamoto war jedoch für politisches Asyl im Libanon anerkannt worden.
Entstehung der Japanischen Roten Armee
Die Japanische Rote Armee wurde in den 1970er Jahren von der ehemaligen Spitzenfunktionärin Fusako Shigenobu und anderen gegründet, die in den Libanon gingen, basierend auf der Theorie der 'internationalen Stützpunktbildung', wonach eine Revolutionsbasis im Ausland aufgebaut werden sollte. Die frühere Führungskraft Shigenobu wurde 2000 festgenommen und erklärte danach die Auflösung der Japanischen Roten Armee.
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