Änderung des Referendumsgesetzes im Oberhaus-Verfassungsausschuss angenommen; Vize-Hauptstadt-Gesetzentwurf kommt ebenfalls in Beratung
Der Verfassungsausschuss des Oberhauses hat am 22. den Gesetzentwurf zur Änderung des Gesetzes über Referenden, das das Verfahren zur Verfassungsänderung festlegt, mit Stimmenmehrheit der LDP, von Nippon Ishin no Kai und anderer Parteien angenommen. Eine Verabschiedung im Plenum des Oberhauses am 24. gilt als wahrscheinlich.
Ausweitung der Informationsverbreitung und bessere Abstimmungsbedingungen
Der Änderungsentwurf sieht vor, dass die Öffentlichkeitsarbeit für Verfassungsänderungspläne nicht nur über AM-Radio, sondern auch über FM-Radio erfolgen kann. In Anlehnung an das Gesetz über öffentliche Wahlen werden zudem die Voraussetzungen für die Ernennung von Wahlbeobachtern gelockert. Darüber hinaus soll es möglich werden, die Auszählung vor Ort durchzuführen, wenn auf abgelegenen Inseln Wahlurnen wegen schlechten Wetters oder anderer Gründe nicht transportiert werden können.
Breite Zustimmung und Ablehnung zu von vier Parteien eingebrachtem Entwurf
Den Gesetzentwurf hatten die vier Parteien aus LDP, Nippon Ishin no Kai, der Demokratischen Volkspartei und der Sanseito im Unterhaus eingebracht. Im Verfassungsausschuss des Oberhauses stimmten auch die Konstitutionell-Demokratische Partei und Komeito zu, während die Kommunistische Partei und Reiwa Shinsengumi dagegen waren. Eine Regelung für Internet-Werbung bei Referenden war nicht in den Änderungsentwurf aufgenommen worden; der Ausschuss verabschiedete jedoch am 22. eine Begleitresolution, wonach die notwendigen gesetzgeberischen Maßnahmen ergriffen werden sollen.
Auch Gesetzentwurf zur Vize-Hauptstadt kommt in Beratung
Am selben Tag kam im Sonderausschuss des Oberhauses für Okinawa, die Nordgebiete und regionale Angelegenheiten ein weiteres Gesetzesvorhaben zum Konzept einer 'Vize-Hauptstadt' in die Beratung. Es sieht vor, eine Vize-Hauptstadt einzurichten, die im Fall einer schweren Katastrophe in Tokio politische und wirtschaftliche Funktionen übernehmen kann. LDP und Nippon Ishin no Kai streben eine Verabschiedung am 24. an.
Da LDP und Nippon Ishin no Kai im Oberhaus keine Mehrheit haben, bitten sie unabhängige Abgeordnete um Unterstützung. Im Unterhaus stimmte Team Mirai zu, während die Zentrumsreform-Allianz, die Demokratische Volkspartei, die Sanseito und andere dagegen waren.
Die laufende Sitzungsperiode des Parlaments wurde bis zum 25. verlängert. Von der Regierung eingebrachte Gesetzentwürfe, die noch nicht verabschiedet sind, sind zwei an der Zahl: die Änderung des Impfgesetzes und die Änderung des Gesetzes zur Energieeinsparung bei Gebäuden. Bei den von Abgeordneten eingebrachten Gesetzesvorlagen sollen neben der Änderung des Referendumsgesetzes und dem Vize-Hauptstadt-Gesetzentwurf auch die Änderung des Gesetzes zur Unterstützung von Kindern mit medizinischem Pflegebedarf sowie die Änderung des Architektengesetzes am 24. im Plenum zur Abstimmung gestellt werden.
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