Koizumi weist in einer Rede auf Übungen chinesischer und russischer Schiffe in Japans EEZ hin
Chinesische und russische Schiffe üben in Japans EEZ
Verteidigungsminister Shinjirō Koizumi erklärte am 20. in einer Rede im südenglischen Farnborough, am selben Tag japanischer Zeit, dass Marineeinheiten Chinas und Russlands in Japans ausschließlicher Wirtschaftszone (EEZ) Kampftraining abgehalten hätten.
Mehreren Beteiligten zufolge bestätigte die japanische maritime Selbstverteidigungstruppe am 19. gegen 2 Uhr, dass vier chinesische und russische Kriegsschiffe in den südwestlichen Gewässern vor Okinotorishima unterwegs waren. Eines davon, ein chinesischer Lenkwaffenzerstörer, habe Schießübungen durchgeführt. Schäden an Schiffen seien nicht festgestellt worden.
Koizumi sagte über China und Russland, sie würden ihre 'militärische Zusammenarbeit ausbauen'. Dass Schüsse der chinesischen Marine in Japans EEZ bekannt werden, ist ungewöhnlich. In seiner Rede ging er zudem auf Teststarts ballistischer U-Boote-Raketen (SLBM) durch das chinesische Militär sowie auf gemeinsame Flüge chinesischer und russischer Bomber rund um Japan ein.
Er machte auch deutlich, dass sich die Sicherheitslage im indopazifischen Raum und im euro-atlantischen Raum nicht voneinander trennen lasse und dass Japan die Rolle übernehmen werde, beide Regionen zu verbinden. Der Vereinigte Stabsrat des Verteidigungsministeriums hatte am 16. mitgeteilt, dass insgesamt vier Marineeinheiten Chinas und Russlands an diesem Tag südlich zwischen der Hauptinsel Okinawa und Miyakojima hindurch in Richtung Pazifik gemeinsam unterwegs gewesen seien; nach Angaben von Beteiligten handele es sich um dieselben vier Schiffe, die nun bestätigt wurden.
Wenn Ihnen dieser Artikel geholfen hat, teilen Sie ihn gerne.