USA verhängen 50% Zusatzzoll auf kanadische Produkte; betroffen sind mehr als 500 Positionen
Zusatzzölle angekündigt
Die US-Regierung hat am 20. angekündigt, auf kanadische Produkte neue zusätzliche Zölle von 50% zu erheben. Sie begründete dies damit, dass Kanada die Einfuhr von Autos, Spirituosen und Milchprodukten aus den USA behindere, und stufte die Maßnahme als Vergeltung ein.
Inkrafttreten am 19. August
US-Präsident Donald Trump unterzeichnete noch am selben Tag ein Dokument, das die Auslösung der Zusatzzölle anordnet. Inkrafttreten ist am 19. August um 0:01 Uhr US-Ostküstenzeit (13:01 Uhr japanischer Zeit).
Mehr als 500 Positionen betroffen
Die Maßnahme stützt sich auf Abschnitt 338 des Zollgesetzes von 1930, der für diskriminierende Behandlung durch ein anderes Land Zölle von bis zu 50% erlaubt. Betroffen sind mehr als 500 Positionen, darunter nicht nur Autos, Spirituosen und Milchprodukte, sondern ein breites Spektrum an Waren.
USMCA-Ausnahmen gelten nicht
Die USA stellen derzeit den Großteil der Einfuhren aus Kanada auf Grundlage des Abkommens zwischen den USA, Mexiko und Kanada (USMCA) zollfrei. Der neue zusätzliche Zoll von 50% ist jedoch von dieser Befreiung ausgenommen. Die USA und Kanada führen Verhandlungen über eine Überprüfung des USMCA, kommen dabei aber offenbar nur schwer voran. Die neuen Zölle sollen zudem den Druck auf Kanada erhöhen.
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