US-Zentralkommando greift Iran sieben Tage in Folge an – auch Nuklearanlagen als Option?
Angriffe des US-Zentralkommandos gehen weiter
Das US-Zentralkommando teilte am 17. mit, es habe sieben Tage in Folge Angriffe auf den Iran ausgeführt. Bei dem Angriff vom 16. sei ein Beobachtungsturm der Revolutionsgarden an der Küste des Golfs von Oman zerstört worden. Teheran reagierte empört, die Spannungen bleiben hoch.
USA prüfen Ausweitung der Operation
Nach Angaben des US-Zentralkommandos hatte die zerstörte Wachturmstellung die Revolutionsgarden über Jahrzehnte zur Überwachung von Handelsschiffen genutzt, die die Straße von Hormus passieren. In der Straße von Hormus häufen sich Angriffe auf Handelsschiffe, die von der iranischen Seite ausgegangen sein sollen.
Das US-Nachrichtenportal Axios berichtete, die Trump-Regierung werde zur Vorbereitung auf eine Ausweitung der Militäroperationen gegen den Iran Dutzende Tankflugzeuge nach Israel entsenden. US-Präsident Donald Trump könnte die Verschärfung der Operation binnen weniger Tage anordnen, hieß es.
Laut dem Portal gehören zu den geprüften Optionen Luftangriffe auf Infrastruktur wie Kraftwerke sowie auf nuklearbezogene Anlagen, in denen hochangereichertes Uran tief unter der Erde gelagert wird. Auch ein Angriff auf den Berg Pickaxe, den die USA als Standort eines im Bau befindlichen iranischen Nuklearprojekts bezeichnen, steht demnach als Option im Raum.
Iran deutet umfassende Offensive an
Mohsen Rezaei, Berater von Irans oberstem Führer Mojtaba, sagte am 17., sollten die US-Angriffe in den kommenden Tagen anhalten, werde man gegen den Feind 'in eine umfassende Offensive' gehen. Das meldete das iranische Staatsfernsehen.
Rezaei, ein ehemaliger Kommandeur der Revolutionsgarden, gilt im derzeitigen System als einflussreich und sagte zudem: 'Wir werden uns nicht mehr auf Vergeltung beschränken.'
Die Revolutionsgarden setzen ihre Angriffe auch auf Golfstaaten im Nahen Osten fort. Kuwait erklärte am 17., dass ein Kraftwerks- und Entsalzungswerk von einem iranischen Angriff getroffen worden sei. Es gibt Befürchtungen, dass neben militärischen Zielen erneut verstärkt auch zivile Infrastruktur attackiert wird.
Nach Angaben der kuwaitischen Behörden brach in der Anlage infolge des Angriffs ein Feuer aus, zudem wurden Erzeugungseinheiten beschädigt. Die Bürger seien gebeten worden, Strom zu sparen, um eine stabile Versorgung sicherzustellen.
Zuletzt hatten auch iranische Medien berichtet, US-Streitkräfte hätten Brücken und Wasserversorgungsanlagen im Süden des Iran ins Visier genommen. Medien aus dem Nahen Osten meldeten am 17., Katar, Bahrain und Jordanien hätten Angriffe aus dem Iran abgewehrt. Katar und andere Staaten verurteilten die Angriffe und erklärten, es handele sich um eine eindeutige Verletzung der Souveränität der Golfstaaten im Nahen Osten.
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