SpaceX bereitet ersten Starship-Test seit dem Börsengang vor - Start womöglich am 16.
Startüberblick
Das US-Unternehmen SpaceX will bereits am 16. den weltweit größten Raketen-Typ Starship starten. Es wäre der erste Test seit dem Börsengang im Juni und ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu Satellitenkommunikation der nächsten Generation sowie zu Weltraum-Rechenzentren für künstliche Intelligenz (KI).
SpaceX will am 16. um 17.45 Uhr US-Zentralzeit (17. um 7.45 Uhr Japan-Zeit) von Südtexas aus die neueste Starship-Version V3 starten und einen Flugtest von rund einer Stunde durchführen. Vorgesehen ist dabei auch ein Experiment, bei dem die neuesten Satelliten für den Kommunikationsdienst Starlink ins All gebracht werden. Es wäre der 13. Starttest.
Überprüfung der Panne beim letzten Test
Starship ist 124 Meter lang und damit rund 80 Prozent länger als die derzeitige Hauptträgerrakete Falcon 9. Die Nutzlastkapazität für den Transport etwa von Satelliten ins All liegt bei rund 100 Tonnen und damit beim etwa Vierfachen von Falcon 9. Die wiederverwendbare Rakete kombiniert ein Oberstufenschiff mit einem Unterstufen-Booster und soll in der zweiten Hälfte 2026 einsatzbereit werden.
Beim letzten Test im Mai beendete die Oberstufe den Flug, während der Unterstufen-Booster wegen eines Triebwerksproblems außer Kontrolle geriet. Die US-Luftfahrtbehörde FAA stufte den Vorfall als Unfall ein und setzte Starship bis zum 13. Juli flugunfähig. Nach Angaben der FAA nannte SpaceX als Ursachen die thermische Belastung von Komponenten des Antriebssystems sowie eine falsche Konfiguration des Triebwerks-Warnsystems.
Schlüssel für die Geschäftsausweitung
Für SpaceX, das den Aufbau von Rechenzentren für KI im Weltraum anstrebt, ist ein Mittel, um Lasten häufig und kostengünstig ins All zu bringen, unverzichtbar. Die derzeitigen Raketen reichen dafür nicht aus; auch im Börsenprospekt hatte das Unternehmen festgehalten, dass seine Wachstumsstrategie stark von Starship abhängt.
Auch im Kommunikationsgeschäft gilt Starship als unverzichtbar für den Ausbau von Diensten der nächsten Generation. Die Satelliten der nächsten Generation, die die Kommunikationskapazität verzehnfachen sollen, werden immer größer und können mit bestehenden Raketen nicht in den niedrigen Erdorbit gebracht werden. Um Wettbewerber wie Amazon.com aus dem Satellitenkommunikationsgeschäft auf Distanz zu halten, wird die praktische Nutzbarkeit von Starship erforderlich sein.
Auch bei der von der US-Raumfahrtbehörde NASA geführten Mondmission Artemis soll Starship als Mondlandefähre und Tankfahrzeug eingesetzt werden. CEO Elon Musk sagte in einem Interview im Juni, dass bei fortschreitender Einsatzreife 'die Masse, die in den Orbit gebracht werden kann, in drei Jahren 1 Million Tonnen pro Jahr erreichen wird' und stellte jährlich 10.000 Starts in Aussicht.
Die SpaceX-Aktie fiel am 15. zeitweise unter den Ausgabepreis von 135 Dollar. Am Markt wird zudem aufmerksam verfolgt, wie sich das Ergebnis des aktuellen Tests auf den Aktienkurs auswirkt.
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