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Susumu Tonegawa gestorben, Nobelpreis für Antikörperforschung - 86 Jahre alt

Susumu Tonegawa gestorben, Nobelpreisträger für Physio- und Medizin - 86 Jahre alt

Nobelpreis für Physiologie oder Medizin

Susumu Tonegawa, Professor am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA, der 1987 als erster Japaner den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin erhielt, ist am 11. Juli gestorben. Er wurde 86 Jahre alt.

Werdegang und Forschung

Tonegawa wurde 1939 in der Stadt Nagoya geboren. 1963 schloss er die Kyoto-Universität ab, 1968 beendete er sein Studium an der University of California, San Diego. Nach Stationen unter anderem als leitender Forscher am Basler Institut für Immunologie war er Professor für Biologie am MIT und Direktor des RIKEN-Zentrums für Hirnforschung.

Von der Antikörperforschung zur Hirnforschung

Er ist dafür bekannt, den Mechanismus aufgeklärt zu haben, mit dem Immunzellen ihre Gene umordnen und nahezu unbegrenzt viele Antikörpervarianten erzeugen. Durch diesen Mechanismus können Immunzellen fremde Eindringlinge wie unbekannte Viren aus dem Körper entfernen, wenn sie in den Organismus gelangen. Nach dem Nobelpreis verlagerte er seinen Forschungsschwerpunkt auf die Hirnforschung und setzte seine Arbeit fort, indem er 2025 unter anderem einen Teil des Mechanismus aufklärte, der im Gehirn Angstgedächtnis löscht, und dies in einer der weltweit führenden Wissenschaftszeitschriften veröffentlichte. Im Oktober 2013 schrieb er für die Nikkei die Reihe 'Meine Lebensgeschichte'.

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