Verdacht auf Abfluss von fast 19.000 Baudokumenten beim Kernkraftwerk Kudankulam
Hintergrund des Leck-Verdachts
Beim Kernkraftwerk Kudankulam im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu besteht der Verdacht, dass rund 19.000 Dateien durch einen Cyberangriff abgeflossen sind. Entdeckt worden sei dies, nachdem die Hackergruppe World Leaks vertrauliche Dateien im Dark Web veröffentlicht habe; möglich sei auch ein Ransomware-Angriff.
Bauunterlagen enthalten
Bei den abgeflossenen Daten soll es sich um Informationen handeln, die aus einer Gruppengesellschaft der indischen Reliance Group, einem Auftragnehmer für den Kraftwerksbau, gestohlen wurden. Das Unternehmen habe die Regierung darüber informiert, dass Daten teilweise kompromittiert worden seien. Die Unterlagen hätten unter anderem Baupläne für die im Bau befindlichen Blöcke 3 und 4, die Aufteilung des Kontrollraums sowie Prüfprotokolle enthalten.
Auswirkungen auf die Sicherheit verneint
Die Nuclear Power Corporation erklärte, die veröffentlichten Informationen stünden nicht im Zusammenhang mit der nuklearen Sicherheit oder systemen für nukleare Sicherheit. Allerdings könne selbst dann, wenn die Reaktorsysteme selbst nicht kompromittiert worden seien, das Verständnis der betrieblichen Abläufe einer Anlage durch Angreifer ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen, hieß es weiter. Beim Kernkraftwerk Kudankulam sei bereits 2019 berichtet worden, dass auf einem Computer für Verwaltungsaufgaben Malware entdeckt worden sei.
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