Kleinstlieferungen von Nvidias H200 nach China, US-Staatssekretär bestätigt
Der für Industrie und Sicherheit im US-Handelsministerium zuständige Staatssekretär Kessler teilte am 14. mit, dass Kleinstlieferungen von Nvidias KI-Chip H200 nach China begonnen haben. Dies könnte zur Ausweitung des China-Geschäfts beitragen und gilt als möglicher Wachstumstreiber für das Unternehmen.
Ausfuhren nach China teilweise angelaufen
In einer Anhörung im Auswärtigen Ausschuss des US-Repräsentantenhauses sagte Kessler, es habe 'mit sehr kleinen Exporten begonnen'. Von Nvidia lag dazu zunächst keine Stellungnahme vor.
Halbleiter sind ein entscheidender Baustein für die KI-Leistung, und die US-Regierung verbietet Nvidia den Export seiner fortschrittlichsten Produkte nach China. Nvidia sieht China jedoch als wichtigen Markt und hat mit dem H200 aus der 2022 vorgestellten Produktfamilie 'Hopper' nach Geschäftschancen gesucht.
Perspektiven für den China-Markt
Laut Unterlagen von Nvidia genehmigte die US-Regierung im Februar Kleinstlieferungen des H200 an bestimmte chinesische Kunden. Stand Mai waren rund 10 Unternehmen betroffen, darunter Alibaba Group, Tencent Holdings und ByteDance.
Das Unternehmen erklärte jedoch bei der Bilanzvorlage im Mai, dass es trotz der von der US-Regierung genehmigten Exporte noch keine Erlöse aus H200-Lieferungen nach China verbucht habe und diese auch nicht in den Ausblick für die künftige Entwicklung eingerechnet habe. Es wird erwartet, dass die chinesische Regierung heimische Unternehmen zur Nutzung inländischer Halbleiter anhält; die künftige Marktdurchdringung ist daher ungewiss. Das US-Tech-Nachrichtenportal The Information berichtete am 8., die chinesische Regierung wolle einigen heimischen KI-Unternehmen den Kauf kleiner H200-Mengen erlauben.
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