Takaichi will Entscheidung über Lebensmittelsteuer noch nicht in diesem Monat fällen
Ministerpräsidentin Sanae Takaichi will die endgültige Entscheidung über eine Senkung der Verbrauchsteuer auf Lebensmittel noch in diesem Monat nicht treffen. In der Parteivorsitzenden-Debatte am 15. erklärte sie mit Blick auf die Meinungsbündelung durch die überparteiliche 'Nationale Konferenz für soziale Sicherung', bis Anfang August sei die Arbeit 'fachlich durchaus rechtzeitig' zu schaffen, und signalisierte, dass sie eine sorgfältige Debatte fortsetzen will.
Zeitplan für die Herbstsitzung des Parlaments
Die Regierung prüft einen Plan, den Verbrauchsteuersatz auf Lebensmittel ab April 2027 auf 1 % zu senken. Da der Umbau der Kassensysteme etwa sechs Monate dauert, sieht sie eine endgültige Entscheidung bis etwa September oder Oktober vor und will den einschlägigen Gesetzentwurf in der außerordentlichen Herbstsitzung des Parlaments einbringen. In den noch in diesem Monat zu verabschiedenden Grundlinien für Wirtschaftspolitik und Reformen, den sogenannten Grundlinien der Wirtschaftspolitik und Finanzpolitik, soll die Frist für einen Beschluss über den Steuersatz für Lebensmittel festgeschrieben werden.
Die Ministerpräsidentin sagte in der Parteivorsitzenden-Debatte, sie habe dem Vorsitzenden der Arbeitsgruppensitzung, Mototsune Onodera, dem Vorsitzenden des Steuerpolitik-Ausschusses der Liberaldemokratischen Partei, mitgeteilt, er solle 'auch bis Ende Juli gründlich eine Debatte führen, mit der viele Menschen zufrieden sind'. Bisher hatte sie von 'vor dem Sommer' gesprochen, zeigte nun aber die Absicht, im Rahmen des Zeitplans für die Umsetzung der Steuersenkung ausreichend Debattenzeit zu sichern.
Allerdings war keine Bereitschaft zu erkennen, auf die von der Opposition geforderte erneute Prüfung der Steuersenkung einzugehen. Yuichiro Tamaki, Vorsitzender der Demokratischen Volkspartei, verwies auf den Senkungsplan auf 1 % und sagte, unter den Parteien gebe es 'noch keinen ausreichenden Konsens'. Er fragte, ob 'noch Spielraum für eine Überprüfung' bestehe. Daraufhin sagte die Ministerpräsidentin lediglich, die Debatte sei dem Nationalen Rat übertragen worden, und fügte hinzu: 'Ich selbst werde das Ergebnis nicht vorwegnehmen.'
Die Ministerpräsidentin sagte außerdem: 'Lebensmittel sind etwas absolut Notwendiges zum Leben. Als Frage der staatlichen Würde dachte ich darüber nach, ob man den Steuersatz nicht senken kann, wenn alle in Schwierigkeiten sind.' Auf die Frage von Tamaki, ob der Plan, den Satz im April 2029 wieder auf 8 % anzuheben, unverändert bleibe, antwortete sie: 'Die zeitliche Begrenzung auf zwei Jahre gilt für mich unverändert.'
Vorsicht der Opposition und Debatte über die Finanzierung
Junya Ogawa, Vorsitzender der reformorientierten Zentrumsallianz, drängte darauf, es sei 'höchste Zeit, zu entscheiden, ob man das dem Volk Versprochene umsetzt oder nicht, und eine Linie vorzugeben'. Während die Ministerpräsidentin betonte, sie wolle die Debatte im Nationalen Rat abwarten, sagte sie auch: 'Irgendwann muss man den Schritt wagen, sonst reicht es ab nächstem Jahr nicht mehr.' Beobachtern zufolge lässt sie damit auch dann noch Spielraum für eine eigene Entscheidung, wenn Regierung und Opposition zu keinem Ergebnis kommen.
Takahiro Yasuno, Vorsitzender von Team Mirai, argumentierte, es gebe 'viele nicht zu ignorierende Nachteile', und plädierte dafür, statt einer Steuersenkung mit Direktzahlungen zu reagieren. Sollten sich die Oppositionsparteien geschlossen gegen eine Steuersenkung stellen, wäre das für die Regierung ein Fehlschlag.
Eigentlich sollen die Grundlinien der Wirtschaftspolitik und Finanzpolitik die Grundlagen der Wirtschafts- und Finanzpolitik des kommenden Haushaltsjahres vorgeben. Verzögert sich das Ergebnis der Nationalen Konferenz, besteht die Gefahr, dass auch die Ausgestaltung des Systems, einschließlich der Finanzierungsfrage, ins Hintertreffen gerät. Der Vorschlag des Vorsitzenden nennt als Finanzierungsquellen die Überprüfung von Subventionen und steuerlichen Sondermaßnahmen sowie die Nutzung nichtsteuerlicher Einnahmen, konkrete Maßnahmen bleiben jedoch weiterhin rar. Würde eine Steuersenkung ohne klare Finanzierung beschlossen, könnte dies Sorgen über eine Verschlechterung der Staatsfinanzen und steigende Zinsen auslösen und die Regierungsführung zusätzlich belasten.
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