Takaichi beantwortet in Debatte der Parteivorsitzenden Fragen zu Senkung der Verbrauchsteuer und Reform des Kaiserhausgesetzes
Lebensmittel-Mehrwertsteuer und Debatte
Premierministerin Sanae Takaichi, Vorsitzende der Liberaldemokratischen Partei, erläuterte bei der Debatte der Oppositionsparteichefs am 15. den Kurs zur Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel auf 1 Prozent ab April 2027 unter Beruecksichtigung des Ergebnisses der parteiuebergreifenden nationalen Konferenz zur sozialen Sicherung. Sie sagte, sie haette die Diskussion vor dem Sommer beenden und mit der notwendigen Gesetzesvorbereitung beginnen wollen, fuegte aber hinzu: 'Wenn es Anfang August ist, sollte es von der Arbeit her noch rechtzeitig sein'.
Auf die Frage des Vorsitzenden der Demokratischen Volkspartei, Yuichiro Tamaki, ob sie an ihrem Plan festhalte, den Senkungszeitraum auf zwei Jahre zu begrenzen, betonte die Premierministerin: 'Meine eigene Auffassung hat sich nicht geaendert'. Zugleich fuegte sie hinzu, sie koenne wegen der laufenden Beratungen in der Nationalkonferenz 'nichts definitiv sagen'. Tamaki fragte nach den Faktoren fuer den Zinsanstieg, der durch den Entwurf der Grundlinien der Wirtschafts- und Finanzpolitik und den sogenannten 'Honebuto-Schock' ausgelost worden sei. Die Premierministerin sagte: 'Ich denke nicht, dass ein Entwurf, der nicht einmal im Kabinett beschlossen wurde, die Ursache des Schocks ist', und erklaerte, dass es mehrere Faktoren gebe, darunter die US-Zinsen und die Arbeitsmarktdaten.
Streitpunkt zum Reformentwurf des Kaiserhausgesetzes
Junya Ogawa, Vorsitzender des Buendnisses der Mitte-Reformer, verwies auf die geteilten Meinungen zum Reformentwurf fuer das Kaiserhausgesetz und sagte: 'Das ist fuer die Bevoelkerung wie auch fuer das Kaiserhaus aeusserst ungluecklich'. Daraufhin erklaerte die Premierministerin, man habe die Beratungen unter dem Vorsitz der Praesidenten und Vizepraesidenten beider Kammern des Parlaments als gemeinsamen Willen der Legislative zusammengefuehrt und daraufhin den Aenderungsentwurf ausgearbeitet.
Shunichi Mizuoka, Vorsitzender der Konstitutionell-Demokratischen Partei, fragte unter Hinweis darauf, dass 'klare Gegenmeinungen' aufgekommen seien, ob dies wirklich als gemeinsamer Wille der Legislative bezeichnet werden koenne. Die Premierministerin entgegnete: 'Wenn gesagt wird, nur weil ein einziger Abgeordneter dagegen ist, sei dies kein gemeinsamer Wille, dann wuerde fast nichts mehr funktionieren'.
Wechselkurs und Wirtschaftspolitik
Sohei Kamiya, Vorsitzender der Sanseito, griff in Zusammenhang mit einem 'Spionageabwehrgesetz' die Frage der Telekommunikationsueberwachung auf und wollte ihre Position dazu bestaetigen. Die Premierministerin antwortete: 'Das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis ist eines der durch die Verfassung geschuetzten Grundrechte. Wenn ein System geprueft wird, muss man sehr vorsichtig vorgehen'.
Toshiko Takeya, Vorsitzende von Komeito, nahm die Wechselkursentwicklung auf und aeusserte sich besorgt, dass der Wert der japanischen Waehrung weiter deutlich sinke. Die Premierministerin sagte: 'Ich weiss nicht, ob man von einem Takaichi-Yen-Schwaeche spricht, aber so ist die Lage nicht', und betonte, wichtig sei es, das potenzielle Wachstum zu erhoehen und eine starke Wirtschaft aufzubauen.
Takahiro Anno, Vorsitzender von Team Mirai, sprach sich gegen eine Senkung der Verbrauchsteuer aus. Die Premierministerin antwortete: 'Ich tue es nicht, nur weil ich persoenlich es unbedingt will, sondern ich respektiere das Ergebnis der Nationalkonferenz'. Als Anno mit dem Sprichwort vom schnellen Sinneswandel des Edlen argumentierte und eine zukunftsorientierte Entscheidung forderte, sagte die Premierministerin: 'Wir werden bis zur letzten Minute gruendlich beraten und bis unmittelbar vor der Umsetzung die beste Vorgehensweise suchen'.
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