US-Zentralkommando beginnt mit zusätzlichen Angriffen auf den Iran, Gegenschläge dauern seit vier Tagen an
US-Zentralkommando beginnt mit zusätzlichen Angriffen auf den Iran, Gegenschläge dauern seit vier Tagen an
Seeblockade wieder aufgenommen
Das US-Zentralkommando teilte am 14. über soziale Medien mit, es habe zusätzliche Angriffe auf den Iran begonnen. Es ist der vierte Tag in Folge mit Angriffen. Auch auf iranischer Seite hält der Schlagabtausch an, unter anderem griffen die Revolutionsgarden US-Militärstützpunkte in Golfstaaten an.
Machtkampf in der Straße von Hormus
Das US-Zentralkommando erklärte, es habe am 14. um 16.00 Uhr US-Ostküstenzeit (15. um 5.00 Uhr japanischer Zeit) die Seeblockade gegen den Iran wieder aufgenommen. Damit soll die Fahrt eigener Schiffe sowie der Schiffe von Handelspartnern unterbunden werden, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen. Mehr als 20 Schiffe und Hunderte Militärflugzeuge hätten ihren Einsatz aufgenommen, hieß es.
Hinter der Seeblockade steht der Streit um die Kontrolle der Straße von Hormus. Während US-Präsident Donald Trump eine vollständige Öffnung der Meerenge verlangt, beansprucht der Iran die Kontrollrechte. Nachdem die Revolutionsgarden am 12. eine erneute Blockade der Meerenge verkündet hatten, kündigte Trump am 13. die Wiederaufnahme der Seeblockade gegen den Iran an. Er sagte zudem, man werde 'heute Nacht und auch morgen heftig angreifen'.
Kein Ausblick auf ein Ende der Kämpfe
Nach Angaben iranischer Medien griffen die Revolutionsgarden am 14. US-Militärstützpunkte in Bahrain und Kuwait an. Zudem erklärten sie, 'Vergeltung werde so lange fortgesetzt, wie die US-Angriffe andauern'.
Etwa einen Monat nach der Unterzeichnung eines Memorandums zur Beendigung der Kämpfe ist weiter kein Kompromiss in Sicht. Beide Seiten hatten geplant, binnen 60 Tagen über Irans Atomfrage und weitere Themen zu beraten, sind aber bislang nicht in substanzielle Gespräche eingetreten.
Auch die Lage im Libanon ist ein Hindernis, da der Iran dort eine vollständige Waffenruhe fordert. Die israelische Armee ist im Süden des Libanon stationiert und setzt ihre Militäroperationen gegen die proiranische Organisation Hisbollah fort. Der Iran verlangt eine Waffenruhe an allen Fronten, einschließlich des Libanon, und reagiert entsprechend verärgert.
Das US-Nachrichtenportal Axios berichtete am 14., Trump habe in einem Telefonat mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am 9. den Rückzug der israelischen Streitkräfte aus dem Libanon und aus Syrien gefordert. Trump dürfte darauf abzielen, die militärischen Aktionen der israelischen Armee einzudämmen, doch Netanjahu gibt seine harte Linie nicht auf, sodass unklar bleibt, ob er dem nachkommen wird.
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