Mitsubishi UFJ an der Spitze der Marktkapitalisierung unter japanischen Unternehmen; bei Finanzinstituten erstmals seit 1986
Bei der Marktkapitalisierung auf Platz 1 im Inland
Die Mitsubishi UFJ Financial Group hat am 13. erstmals bei der Marktkapitalisierung unter japanischen Unternehmen die Spitzenposition erreicht. Dass ein Finanzinstitut ganz oben steht, ist seit der Sumitomo Bank im Jahr 1986 nicht mehr vorgekommen; für Japans Finanzbranche, die unter jahrelang niedrigen Zinsen gelitten hat, scheint damit eine Wende einzusetzen.
Steigende Zinsen locken Käufer an
Am 13. schoss die Marktkapitalisierung von Mitsubishi UFJ an der Tokioter Börse zeitweise auf über 42 Billionen Yen und überholte damit den Halbleiterspeicherhersteller Kioxia Holdings sowie Toyota Motor. Damit rückte das Institut unter den börsennotierten Unternehmen in Japan auf Platz 1 vor. Auch der Aktienkurs wurde zeitweise bis auf 3564 Yen gekauft, fast 3% über dem Stand vom Vorwochenende.
Mit den Zinssteigerungen infolge der Zinserhöhungen der Bank of Japan wächst die Erwartung steigender Zinserträge aus Krediten, und Investitionsgelder fließen zu. Am 13. fiel der Nikkei-Durchschnitt angesichts der Zuspitzung der Lage im Nahen Osten, während die Aktie von Mitsubishi UFJ gegen den Trend zulegte.
Vom Niedrigzins zur Expansion im Ausland
Laut einer Auswertung der Nikkei-Zeitung dürfte zuletzt 1986 die Sumitomo Bank im Bankensektor bei der Marktkapitalisierung auf Platz 1 gelegen haben. Auch Tokyo-Mitsubishi Bank und die Nippon-Kogyo Bank hatten es zwar einmal unter die Spitzenwerte geschafft, doch Dauerbrenner an der Spitze waren NTT und Toyota.
Nach dem Platzen der Blase waren die Banken mit der Bereinigung notleidender Kredite und mit Umstrukturierungen beschäftigt, und das Ertragsumfeld war wegen langanhaltender Deflation und niedriger Zinsen schwierig. Die Marktkapitalisierung von Mitsubishi UFJ fiel 2011 zeitweise unter 5 Billionen Yen. 2016 begann die Negativzinspolitik der Bank of Japan, und der Eindruck einer günstigen Bewertung der Aktie hielt bis zur Phase der Aufhebung ab 2024 nicht mehr an.
Die Ertragsquellen beschränken sich inzwischen jedoch nicht mehr nur auf inländische Kredite. Im Geschäftsjahr 2025 entfielen gut 50% des operativen Nettogewinns auf die USA und Asien. Die Gewinne aus der Beteiligung an der US-Bank Morgan Stanley aus dem Jahr 2008 erreichen ein Niveau von 20% bis 30% des Konzernnettogewinns. Zudem hat das Unternehmen M&A-Aktivitäten in Asien vorangetrieben, darunter die Übernahme einer lokalen Bank in Thailand.
Schon seit der Gründung hat Mitsubishi UFJ das Ziel ausgegeben, in das Ranking der globalen Finanzinstitute nach Marktkapitalisierung unter die Top 5 vorzustoßen. Ende März lag das Institut weltweit auf Rang 9. Konzernchef Junichi Hanzawa sagte in einem Interview mit der Nikkei-Zeitung im Juli, dass die Eigenkapitalrendite mittelfristig bis langfristig in den mittleren Zehnerprozentbereich steigen solle.
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