US-Präsident bestätigt offene Straße von Hormus, kontert iranische Darstellung
US-Präsident bestätigt offene Meerenge
US-Präsident Trump erklärte am 12. in einem Interview mit NBC Television, die Straße von Hormus sei offen. Damit wies er die von den iranischen Revolutionsgarden vorgebrachte Behauptung einer erneuten Blockade zurück. Um die Meerenge ringen die USA und Iran weiterhin um Einfluss, während der militärische Schlagabtausch anhält.
US-Zentralkommando weist Vorwurf zurück
Das US-Zentralkommando schrieb am selben Tag in den sozialen Medien, die Behauptung der Revolutionsgarden, die Straße von Hormus könne nur unter der Aufsicht des iranischen Militärs passiert werden, sei falsch. Die Straße von Hormus sei nach wie vor eine internationale Wasserstraße, und US-Streitkräfte seien dort stationiert, um diesen Zustand aufrechtzuerhalten.
Schlagabtausch und festgefahrene Gespräche
Während die militärischen Zusammenstöße beider Länder andauern, verschärft sich die Lage in und um die Meerenge. Die USA wollen freien Verkehr sicherstellen, der nicht unter iranische Kontrolle fällt. Iran wiederum verlangt Schifffahrt auf von ihm kontrollierten Routen, um seinen Einfluss zu bewahren, eine Annäherung ist nicht in Sicht.
Trump sagte: 'Wir haben sie letzte Nacht gründlich bombardiert'. Das US-Zentralkommando flog am 11. Luftangriffe auf 140 Ziele, darunter Raketenstellungen, nachdem die Revolutionsgarden einen unter zyprischer Flagge fahrenden Containerschiff angegriffen hatten. Seit dem Wiederaufflammen der Angriffe am 7. war es der dritte Luftangriff.
Nach Angaben iranischer Medien griff die iranische Seite daraufhin unter anderem US-Stützpunkte in Jordanien, Kuwait, Bahrain, Katar und Oman an. Daraus hat sich ein Schlagabtausch entwickelt, der den gesamten Nahen Osten erfasst.
Während Iran Handelsschiffe in der Meerenge angreift, versucht das US-Militär, Teheran mit Angriffen einzuhegen; Iran schlägt daraufhin zurück. Hintergrund ist, dass beide Seiten ihre unterschiedlichen Vorstellungen von der Kontrolle über die Meerenge bislang nicht überbrücken konnten.
Wiederaufnahme der Gespräche ohne Erfolg
Nachdem die USA am 7. und 8. mit Iran Angriffe ausgetauscht hatten, suchten sie nach einer Wiederaufnahme des Dialogs. Sie schlugen vor, die Gespräche wieder aufzunehmen, wenn Iran erkläre, Angriffe auf Handelsschiffe auf der Route durch die Straße von Hormus zu beenden; Vermittler wie Pakistan und Katar wurden aktiv. Auch neue Gespräche in der Schweiz standen im Raum.
Nach Angaben des US-Nachrichtenportals Axios berieten Iran, Oman und Vermittler aus dem Nahen Osten am 10. über die Meerenge. Dabei wurde die Idee einer ungehinderten Durchfahrt auf der südlichen Route durch omanische Gewässer vorgebracht, die iranische Seite nahm sie jedoch für interne Beratungen mit. Der Angriffsschlagabtausch am 11. folgte unmittelbar danach.
Trump sagte: 'Gestern haben sie zugestimmt. Doch kaum hatten sie den Raum verlassen, schossen sie innerhalb von weniger als einer Stunde Drohnen ab'. Ob Iran tatsächlich zugestimmt hat, ist unklar. Der Unmut darüber, dass die Bewegung in Richtung Gespräche durch Angriffe auf Handelsschiffe zunichtegemacht wurde, ist jedoch groß.
Auch das im Juni zwischen den USA und Iran geschlossene Memorandum zur Beendigung der Kämpfe ist in eine instabile Lage geraten. Trump erklärte angesichts iranischer Angriffe auf Handelsschiffe: 'Der Waffenstillstand ist beendet'. Parlamentspräsident Ghalibaf schrieb am 12. in den sozialen Medien hingegen, in dem Memorandum sei festgelegt, dass Iran die sichere Schifffahrt in der Straße von Hormus regle, und forderte die USA zur Einhaltung auf.
Die USA versuchen mit Gewalt, Irans Fähigkeit zu verringern, Schiffe auf der südlichen Route anzugreifen. Zwar zielen sie auf Schnellboote, Munitionsdepots und Radaranlagen, doch sie finden keinen Ausweg für die Wiederaufnahme von Gesprächen und kommen aus dem Kreislauf der Angriffe nicht heraus.
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